Das Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus Hamburg ist seit April 2015 von der Stiftung Endometriose Forschung, von der Europäischen Endometriose Liga und von der Endometriose Vereinigung Deutschland e.V. als erstes Krankenhaus Hamburgs als klinisch-wissenschaftliches Endometriosezentrum rezertifiziert.

Endometriose ist eine häufige Erkrankung von Frauen im zeugungsfähigen Alter, die sich häufig als Regelschmerz äußert. Allein in Deutschland leiden nach Angaben der Europäischen Endometriose Liga etwa sechs Millionen Frauen an Endometriose, oftmals, ohne es zu wissen. Durchschnittlich vergehen etwa sechs Jahre vom Anfang der Beschwerden bis zur Diagnosestellung.

Es handelt sich bei der Endometriose um eine gutartige Erkrankung, die gleichwohl tückisch ist: Denn sie verursacht nicht allein Schmerzen, sondern ist oftmals auch verantwortlich für einen unerfüllten Kinderwunsch. Zudem kann sie sich immer weiter ausbreiten, wenn nichts dagegen unternommen wird.

Aus bislang nicht genau bekannten Gründen bilden sich bei der Endometriose Herde von "versprengtem" Gebärmuttergewebe außerhalb der Gebärmutter im kleinen Becken, wodurch es je nach Lage und Ausprägung der Herde zu starken Schmerzen und anderen Beschwerden kommen kann. Deshalb sollte jeder neu aufgetretene Regelschmerz unbedingt gynäkologisch abgeklärt werden – in sehr vielen Fällen liegt eine Endometriose zugrunde.

Ein weiteres wichtiges Symptom der Endometriose ist ein unerfüllter Kinderwunsch, der bei jeder zweiten erkrankten Frau vorliegt. Eine häufige Ursache der Unfruchtbarkeit ist die mechanische Behinderung durch Verklebungen, Verwachsungen oder Eileiterverschluss. Zudem kann die Eizellreifung behindert werden. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen zu Unlust, was wiederum die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringert.

Oftmals hilft nur eine Operation, um die Patientinnen zu heilen oder die Beschwerden zu lindern. Diese wird in unserer Klinik von erfahrenen Operateuren zumeist per Laparoskopie durchgeführt. Hierbei handelt es sich um eine sehr effektive und zugleich für die Patientin sehr schonende minimalinvasive Operationsmethode. Gerne bieten wir hierzu betroffenen Patientinnen ein Beratungsgespräch an.

Die Bauchspiegelung ist die einzig sichere Methode, mit der Endometriose nachgewiesen oder ausgeschlossen werden kann.

Dr. med. Ingo von Leffern
Leiter Endometriose-Zentrum Hamburg
Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Zertifizierungen des Endometriosezentrums

Zertfikat MIC III Urkunde der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe

Urkunde Zertifikat Endometriosezentrum Albertinen-Krankenhaus Hamburg