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Projekt „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung wird mit Besuch der „Goldenen Taube für Menschenrechte“ geehr
Aktuelles

03.07.2018 | Albertinen-Stiftung
Projekt „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung wird mit Besuch der „Goldenen Taube für Menschenrechte“ geehr

Das Projekt „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung und des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums ist mit der „Goldenen Taube für Menschenrechte“ ausgezeichnet worden. Damit wird das besondere Engagement für herzkranke Kinder aus Afghanistan geehrt, die durch eine Behandlung in Hamburg und Kabul die Chance auf ein zweites Leben erhalten. Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender der Albertinen-Stiftung, hat die Taube von Philip Oprong Spenner, Vereinsvorsitzender von Kanduyi Children e.V., in Empfang genommen. Der Verein kümmert sich um Bildungsförderung bedürftiger Kinder in Afrika.

Das Projekt „Herzbrücke“ wurde 2005 vom Vorstand der Albertinen-Stiftung ins Leben gerufen, dessen Vorstandsvorsitzender auch bereits zum damaligen Zeitpunkt Prof. Dr. Fokko ter Haseborg war. Dieses geschah gemeinsam mit Ärzten um Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chairman des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums und Chefarzt der Herzchirurgie im Albertinen-Krankenhaus. Professor Rieß ist auch medizinischer Leiter des Projektes.

Professor ter Haseborg: Herzbrücke verbindet Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen
Prof. Dr. Fokko ter Haseborg: „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, die ich stellvertretend für die vielen an diesem Projekt beteiligten Personen in Empfang nehme. Die Herzbrücke ist mehr als ein medizinisches Projekt, denn sie verbindet Menschen über die Grenzen von Ländern, Kulturen und Religionen hinweg. Die Albertinen-Stiftung unterstützt dieses Engagement von Ärzten, Pflegenden und Gasteltern.“

Fast 200 behandelte Kinder seit 2005
Ziel ist es, herzkranken Kindern und Jugendlichen aus Kriegs- und Krisengebieten mit einer dringend benötigten Behandlung das Leben zu retten. Für die Familien der Herzbrücke-Kinder wäre eine Behandlung ihres Kindes finanziell unmöglich. Im Laufe der Jahre konnte fast 200 Kindern und Jugendlichen – nahezu ausschließlich aus Afghanistan – die Chance für ein zweites Leben geschenkt werden. Die Operationen finden überwiegend im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum statt – seit 2010 besteht überdies eine Kooperation mit dem Universitären Herzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Dank einer Kooperation mit dem French Medical Institute in Kabul können zudem seit 2017 inzwischen auch Kinder vor Ort operiert werden, die zu jung oder zu schwach für die Reise nach Hamburg sind. Eine medizinische Nachbehandlung in Afghanistan ist in der Regel nicht notwendig.

 Über 100 ehrenamtliche Helfer/innen
Während ihres ca. achtwöchigen Aufenthaltes in Hamburg wohnen die jungen Patientinnen und Patienten bei deutschen und afghanischen Gasteltern. Die Gasteltern respektieren die Tradition und Kultur ihrer Gastkinder und halten sowohl zu ihnen, als auch zu deren leiblichen Eltern oftmals über Jahre einen sehr engen Kontakt. Im Rahmen der „Herzbrücke“ wurde ein großes Netzwerk aufgebaut, in dem sich inzwischen über 100 Helferinnen und Helfern ehrenamtlich engagieren. Hierzu zählen neben den Gasteltern auch niedergelassene Ärzte und Zahnärzte, Apotheker sowie weitere Kliniken. Die Vormundschaften für die Kinder und Jugendlichen übernimmt der Hamburger Diakonieverein Vormundschaften und Betreuungen.

 Private Spenden und Fördermittel finanzieren Projekt
Neben der medizinischen Nothilfe engagiert sich die Albertinen-Stiftung über die „Herzbrücke“ auch für die Verbesserung der medizinischen Versorgung vor Ort, etwa in Form medizinischer Fortbildungen. Das Projekt finanziert sich aus privaten Spenden und Fördermitteln. Die Behandlungskosten bewegen sich je nach Art und Schwere der Erkrankung zwischen 5.000 und 25.000 EUR pro Kind.

„Goldene Taube für Menschenrechte“
Die goldfarbene Taube mit Olivzweig im Schnabel ist eine von 30 Skulpturen, die der Landshuter Künstler Reinhard Hillinger geschaffen hat und die die 30 Artikel der UN-Menschenrechtskonvention symbolisieren. Die Goldene Taube soll nach dem Willen ihres Schöpfers Menschen und Einrichtungen auszeichnen, die sich für Völker- und Kulturverständnis sowie für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen. Die Taube verbleibt jetzt ein Jahr in Besitz der Albertinen-Stiftung und wird dann an eine noch zu bestimmende Institution weitergereicht, die sich ebenfalls um die Völkerverständigung und die Wahrung der Menschenrechte verdient gemacht hat.

Spendenkonto der Albertinen-Stiftung:

IBAN: DE27 2512 0510 5588 0558 80
BIC: BFS WDE 33 HAN