Pressemitteilung: Grundsteinlegung für das Albertinen Hospiz Norderstedt

  • Albertinen Hospiz Norderstedt

In einer Feierstunde mit zahlreichen Gästen ist am 31. Januar der Grundstein für das Albertinen Hospiz Norderstedt gelegt worden.

Christian Frank, stellvertretender Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie
und Senioren, Peter Kober, Konzerngeschäftsführer in der Immanuel Albertinen Diakonie,
Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder, Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister
Stefan Bauer und Andreas Hausberg, Geschäftsführer des Albertinen Diakonie Hospizes
Norderstedt mauerten traditionsgemäß eine Schatulle mit Bauplänen und weiteren
Informationen zum geplanten Hospiz in den Grundstein ein. Pastor Dr. Stefan Stiegler,
Geschäftsführer in der Albertinen Diakoniewerk gGmbH, stellte den Bau und die
Bestimmung des Hospizes im Anschluss unter den Segen Gottes.

Im Norderstedter Stadtteil Friedrichsgabe entsteht bis Oktober 2020 eine Einrichtung für
Erwachsene in ihrer letzten Lebensphase, die an unheilbaren, rasant verlaufenden
Krankheiten leiden, verbunden mit sehr belastenden Symptomen. Der Leitgedanke des
Hospizes lautet: In Würde leben bis zuletzt.

Erstes Hospiz in Schleswig-Holstein in diakonischer und kommunaler Trägerschaft
Das Albertinen Hospiz Norderstedt ist das erste stationäre Hospiz in Schleswig-Holstein in
diakonischer und kommunaler Trägerschaft. Im Juli 2018 wurde die Albertinen Hospiz
Norderstedt gGmbH von den drei Gesellschaftern Albertinen Diakoniewerk, der Stadt
Norderstedt sowie der Gemeinde Henstedt-Ulzburg gegründet. Das Einzugsgebiet umfasst
das Gebiet von Norderstedt bis Neumünster und alle Orte westlich und östlich der A7. In
diesem Gebiet leben ca. 270.000 Menschen.

Fördermittelbescheid über 420.000 Euro
Der stellvertretende Staatssekretär Frank übergab den drei Gesellschaftern im Rahmen der
Grundsteinlegung einen Fördermittelbescheid des Landes Schleswig-Holstein über 420.000
Euro. Die Investitionskosten für den Bau des Hospizes belaufen sich auf insgesamt 4,6 Mio.
Euro, wovon drei Millionen über Darlehen gedeckt sind und eine Million durch Spenden
erbracht werden müssen.

Moderner Bau mit Kreuzgang und Atrium
In der Lawaetzstraße 1B entsteht ein Haus mit 14 Einzelzimmern. Die Zimmer mit eigenem
behindertengerechten Bad sind um ein Atrium mit Kreuzgang gebaut. Jedes Zimmer hat
einen Zugang zur eigenen Terrasse. Die Fenster- und Türelemente reichen bis zum Boden,
damit eine freie Sicht ins Grüne möglich ist. Ebenso gibt es auch einen Zugang mit Bett in
den künstlerisch gestalteten Innenhof. Damit wird die von Architekt Dieter Glienke
entwickelte Gebäudestruktur des Diakonie Hospizes Volksdorf aufgenommen. Die
Bauplanung liegt bei dem Architekturbüro „architektencontor Agather-Bielenberg-Oschikat“.

Prominenter Unterstützer Uwe Seeler
Viele Menschen in Norderstedt, Henstedt-Ulzburg und weit darüber hinaus unterstützen das
Albertinen Hospiz Norderstedt. Einer von ihnen ist Uwe Seeler, Fußball-Idol und
Ehrenspielführer der Deutschen Nationalmannschaft. Er wohnt in Norderstedt und hat es
sich nicht nehmen lassen, bei der Grundsteinlegung für das Albertinen Hospiz Norderstedt
dabei zu sein.


Dr. Heiner Garg, Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren:
„Eine gute Pflege und Begleitung für schwerstkranke und sterbende Menschen ein wichtiges
Ziel der Landesregierung. Wir wollen eine flächendeckende Versorgung mit vielfältigen und
differenzierten Angeboten schaffen, so dass Menschen in ihrer letzten Lebensphase wirklich
gut umsorgt werden können. Die Landesregierung fördert daher dieses Projekt mit
Haushaltsmitteln in Höhe von 420.000 Euro. Ich bin besonders dankbar über das große
ehrenamtliche Engagement bei der Betreuung sterbenskranker Menschen. Sie machen eine
tolle Arbeit und helfen, Menschen am Ende ihres Lebens ein Stück Lebensqualität zu
erhalten.“


Peter Kober, Konzerngeschäftsführer in der Immanuel Albertinen Diakonie:
„Wir freuen uns sehr über die großzügige Förderung des Bauvorhabens, für die ich mich bei
Minister Dr. Garg und der Landesregierung Schleswig-Holstein sehr herzlich bedanke! Als
Immanuel Albertinen Diakonie ist es uns ein besonderes Anliegen, Menschen, die unheilbar
krank sind, an ihrem Lebensende zu begleiten und ihnen einen Abschied in Würde zu
ermöglichen. Das Albertinen Hospiz Norderstedt wird bereits das vierte Hospiz sein, das die
Immanuel Albertinen Diakonie gemeinsam mit unseren Partnern in den Metropolregionen
Hamburg und Berlin betreibt.“


Elke Christina Roeder, Oberbürgermeisterin Norderstedt:
„Es ist gut und wichtig, dass sich in unserer Gesellschaft der Gedanke durchsetzt, den Tod
bewusst als einen Teil des Lebens anzuerkennen und anzunehmen. Mit dem Bau des
Albertinen Hospiz` Norderstedt kommen wir dem seit vielen Jahren geäußerten Wunsch
vieler Menschen, nicht nur, aber gerade auch aus der Stadt Norderstedt nach. Viele
Menschen aus unserer Stadt, aus unserer Region haben schon sehr lange vor dem heutigen
Startschuss ganz viel Engagement und Herzblut in dieses Thema und in dieses Projekt
investiert. Dafür gilt Ihnen unser Dank.“


Stefan Bauer, Bürgermeister Henstedt-Ulzburg:
„‘In Würde leben bis zuletzt‘ ist der Leitgedanke des Albertinen Hospiz Norderstedt und
zugleich Motivation vieler Bürgerinnen und Bürger aus Henstedt-Ulzburg, dieses Projekt zu
unterstützen und mit auf den Weg zu bringen. Mit der heutigen Grundsteinlegung für das
Albertinen Hospiz Norderstedt kommen wir der Erfüllung eines lang gehegten Wunsches
entscheidend näher! All denjenigen, die durch ihre bisherige oder zukünftige
Spendenbereitschaft sowie ihren persönlichen Einsatz an der Realisierung dieses Projektes
mitgewirkt haben, gilt mein besonderer Dank.“


Andreas Hausberg, Geschäftsführer Albertinen Hospiz Norderstedt / Geschäftsführer
Diakonie Hospiz Volksdorf
„Ich bin immer wieder überwältigt von der großen Unterstützung für das Albertinen Hospiz
Norderstedt. Für die bereits gespendeten 330.000 Euro bin ich den unterstützenden Firmen,
Institutionen und Privatpersonen sehr dankbar und lade auch heute alle Interessierten
herzlich dazu ein, sich in unserem Freundes- und Förderkreis zu engagieren! Ich freue mich
auch darüber, dass seit Anfang Januar 15 Ehrenamtliche am Befähigungskurs zur
Begleitung Sterbender teilnehmen. Sie werden die ca. 30 hauptamtlich Mitarbeitenden
unterstützen.“


Uwe Seeler, Unterstützer des Albertinen Hospizes Norderstedt:
„Ich unterstütze das Albertinen Hospiz Norderstedt, weil es wichtig ist, dass Menschen an
ihrem Lebensende bestmöglich versorgt werden – sowohl medizinisch/pflegerisch, aber
auch, was die Zuwendung angeht. Ich freue mich darüber, dass es einen solchen Ort bald
auch hier in Norderstedt geben wird.“
 

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