Pressemitteilung: 18. Juni: Bundesministerin Franziska Giffey, zuständig für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks informieren sich über die generalisierte Pflegeausbildung in der Albertinen Schule

  • Albertinen Schule

Bundesministerin und Gesundheitssenatorin besuchen Unterricht vor Ort und informieren sich über generalisierte Pflegefachkraftausbildung

Bei einem Besuch in der Albertinen Schule in Schnelsen werden sich heute (16 Uhr) Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks mit Auszubildenden, Absolventinnen und Absolventen sowie Lehrkräften über die neue generalistisch ausgerichtete Pflegeausbildung austauschen. Bei einem der größten Hamburger Ausbildungsbetriebe im Pflege-Bereich informieren sie sich vor Ort über die Umsetzung einer generalisierten Pflegeausbildung und besuchen den praktischen Unterricht.

Mit der Einführung einer generalistischen Pflegefachkraftausbildung hat die Pflegeberufereform wesentliche Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Pflegerinnen und Pfleger künftig vielfältige berufliche Perspektiven haben: Sie ermöglicht Absolventinnen und Absolventen unterschiedliche Einsatz-, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Denn die bislang getrennten Ausbildungsberufe „Altenpfleger/-in“, „Gesundheits- und Krankenpfleger/-in“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in“ werden ab 2020 in einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung mit einheitlichem Berufsabschluss („Pflegefachmann/-frau“) zusammengeführt.

Bundesministerin Franziska Giffey: „Pflege ist ein Zukunftsberuf: krisenfest und digitalisierungssicher. Nur müssen die Rahmenbedingungen besser werden. Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildungen ab 2020 machen wir die Ausbildung moderner und attraktiver – ohne Schulgeld, mit fairer Ausbildungsvergütung und mit der Möglichkeit eines berufsqualifizierenden Hochschulstudiums. Erstmals werden bestimmte berufliche Tätigkeiten den Pflegefachkräften vorbehalten und der Beruf wird durch zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten aufgewertet. Außerdem werden wir die Einführung der neuen Ausbildungen mit unserer zu Beginn dieses Jahres gestarteten ‚Ausbildungsoffensive Pflege‘ durch vielfältige Maßnahmen intensiv begleiten. Unser Ziel ist, die Zahl der Auszubildenden und der Ausbildungseinrichtungen bundesweit bis 2023 um 10 Prozent zu steigern.“

Die Vorbereitungen der Länder laufen auf Hochtouren, Hamburg hat mit der Generalistik bereits gute Erfahrung gemacht, denn die Albertinen Schule bietet bereits seit 2003 eine generalisierte Ausbildung an. Zum Wintersemester 2006/07 wurde darüber hinaus ein generalistisch ausgerichteter „Dualer Studiengang Pflege“ an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) eingerichtet. Vor diesem Hintergrund wurden für beide im Pflegeberufegesetz geregelten Ausbildungswege in Hamburg bereits praktische Erfahrungen gesammelt.

Seit 2003 bis heute wurden in Hamburg-Schnelsen insgesamt 247 Pflegekräfte generalisiert ausgebildet, darunter zwei Kohorten im Bereich der „verkürzten Ausbildung für Migrantinnen und Migranten“. Von 2010 bis heute wurden zusätzlich 177 akademisch qualifizierte Pflegekräfte bis zur Prüfung geführt. Insgesamt sind das 424 generalistisch ausgebildete Pflegekräfte.

„Eine Ausbildung in der Pflege ist für junge Menschen attraktiv, die Zahlen in Hamburg belegen das: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Pflegeschülerinnen und -schüler um über 600 erhöht. Damit das so bleibt, intensivieren wir die Berufsorientierung. Ziel ist es, die Zahl der Ausbildungsstellen um weitere zehn Prozent zu steigern. Denn es ist klar, dass wir mehr Fachkräfte im Pflegebereich brauchen. Deshalb müssen die Pflegeberufe attraktiver werden – und genau das gelingt durch die generalistische Ausbildung. Wer sich heute für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, kann Karriere in sehr unterschiedlichen und fachlich interessanten Einsatzfeldern machen und von einer Durchlässigkeit bis zum Bachelor- und Masterabschluss an einer Hochschule profitieren. Darüber hinaus setzen wir uns für bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Pflege ein, damit gut ausgebildete Pflegekräfte auch in ihrem Beruf bleiben“, so Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Um weitere junge Menschen, die sich für eine Ausbildung in der Pflege interessieren, gezielt anzusprechen und um für die vielseitige neue Pflegeausbildung zu werben, wird eine umfangreiche Öffentlichkeitskampagne gestartet. Neben Filmen, Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken und Plakaten werben erfahrene Pflegekräfte aktiv für ihren Beruf. Als Stadtteilbotschafter informieren sie in ihren Stadtteilen Schülerinnen und Schüler über berufliche Perspektiven, Chancen und Herausforderungen in der Pflege und machen den Beruf auf authentische Weise erlebbar.

Kaum ein anderer Berufszweig zeichnet sich durch eine ähnlich hohe Diversität aus wie der der Pflege. Neben der hohen Wertigkeit und Sinnhaftigkeit einer Ausbildung, bietet er die Möglichkeit, in vielen verschiedenen Fachbereichen tätig zu werden: Etwa in der Chirurgie, der Neurologie, der Pflege von Kindern und Jugendlichen, in der ambulanten Versorgung, im Wundmanagement oder etwa in der Intensivpflege. Die generalistische Pflegeausbildung bietet künftig noch mehr Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Pflege sowie eine höhere Durchlässigkeit von der Ausbildung bis hin zum Studium.

Matthias Scheller, Geschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie: „Die Ausbildung von qualifizierten Pflegekräften ist uns ein besonderes Anliegen. Mit der frühen Entscheidung für die generalisierte Pflegeausbildung haben wir eine bundesweite Vorreiterrolle übernommen, auf der wir uns allerdings nicht ausruhen. So kann in der Albertinen-Schule bereits seit 2006 zusätzlich zur generalisierten Pflegeausbildung auch ein Bachelor of Arts erworben werden. Ebenso bieten wir die zweijährige Ausbildung zur Gesundheits- und Pflegeassistenz an. Die generalisierte Pflegeausbildung ist attraktiv, was sich auch an unseren konstant hohen Bewerberzahlen zeigt. Und wir sind sehr stolz darauf, dass Absolventinnen und Absolventen der Albertinen-Schule regelmäßig zu den Jahrgangsbesten gehören, die im Hamburger Rathaus geehrt werden.“

Rückfragen der Medien
Dennis Krämer
Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Telefon: 040/428 37-2332
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