• Albertinen Haus

„Die können sich hören lassen“, lobt ein Musikfreund anerkennend. Alljährlich in der Adventszeit stimmt der Posaunenchor Schnelsen die Menschen im Albertinen Haus auf Weihnachten ein.

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Eilige Schritte nähern sich, auf dem Rücken thront ein Instrumentenkoffer,  „… da kommt noch jemand!“ Routiniert wird der Notenständer entfaltet, das Weihnachtsheft aufgeschlagen (Seite 29!), die Posaune in Stellung gebracht… gerade rechtzeitig! Auf ein Zeichen von Chorleiter Holger Mau wird es still, dann setzt die Musik ein – kraftvoll, feierlich: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit…“

Alljährlich in der Adventszeit stimmt der Posaunenchor Schnelsen die Menschen im Albertinen Haus auf Weihnachten ein. Und wird in jedem Jahr voller Vorfreude erwartet. Über die vielen Jahre fanden die Konzerte immer im Großen Saal statt, doch wegen Corona musste diese Tradition ausgesetzt werden. Nun gibt es gleich drei Auftritte nacheinander – Open Air: vor dem Haupteingang, im Innenhof zwischen Haus 1 und 3 und auf dem Professor Meier-Baumgartner-Platz. Hartgesottene Fans ziehen in arktischer Winterkleidung mit dem Posaunenchor um die Albertinen Haus-Häuser – mit Corona-Sicherheitsabstand, versteht sich. Andere hören vom Balkon aus zu oder haben es sich vor dem Fenster direkt an der Heizung gemütlich gemacht. Etwa fünfzehn Minuten dauert jedes Potpourri aus Winter- und Weihnachtsliedern. Rudolph, das Rentier mit der roten Nase, hat im Programm genauso seinen angestammten Platz wie die traditionellen Adventslieder, Choräle und das schönste Weihnachtslied der Welt: O du fröhliche. Mit Jingle Bells, White Christmas und Feliz Navidad bekommt das Repertoire mehr als nur eine einzige kosmopolitische Note.

Als die Musikerinnen und Musiker mit klammen Fingern ihre Instrumente einpacken und sich über Lübecker Marzipan von Frau Volger-Straßburger, Betreuerin der Wohnanlage, freuen, hat die Abenddämmerung eingesetzt. In den Wohnungen wird die Adventsbeleuchtung eingeschaltet, hüllt das Albertinen Haus in eine festliche Atmosphäre. Der Stern, der vor ein paar Tagen im Sturmtief „Daniel“ bedrohlich schaukelte, leuchtet still und hoffnungsfroh vom Balkon im dritten Stock. Im Foyer summt jemand leise einen Refrain „…let it snow, let it snow, let it snow…“. In der Nacht fällt in Schnelsen der erste Schnee.

Ein Beitrag von Gabi Stoltenberg