• Albertinen Krankenhaus

Um jungen Familien, nach der Geburt ihres Kindes, zur Seite zu stehen, kooperieren seit März das Geburtszentrum des Albertinen Krankenhauses und das Netzwerk Familienchancen des Kreises Pinneberg.

Rund ein Viertel der Geburten von Familien aus Pinneberg
Rund ein Viertel der Geburten von Familien aus dem Kreis Pinneberg verzeichnet das Geburtszentrum im Albertinen Krankenhaus, das mit insgesamt über 3.100 Geburten pro Jahr zu den beliebtesten Geburtskliniken Hamburgs gehört. Alle aus dem Kreis Pinneberg kommenden werdenden  Mütter, die iim Albertinen Krankenhaus entbinden, erhalten einen Willkommensordner. Er umfasst Informationen, Ansprechpartnerinnen und -partner sowie Adressen zu Schwangerenberatung, Erziehungsberatung, Frauenberatung, aufsuchenden Angeboten wie Wellcome,  Hand in Hand oder heilpädagogischer Frühförderung. Außerdem enthält der Ordner eine Checkliste darüber, was alles rund um die Geburt beachtet werden sollte sowie Listen von Kinderärztinnen und -ärzten und Hebammen im Kreis Pinneberg.

„Das Besondere an unserer Kooperation ist, dass wir über Ländergrenzen hinweg schauen: Wie können wir eine Familie besonders unterstützen?“ sagt Ramona Lübcke, Netzwerkkoordinatorin für die Frühen Hilfen im Kreis Pinneberg. Über das Netzwerk Familienchancen kann der Kontakt zu offenen Treffpunkten für junge Familien und bei Bedarf zu weiterführenden Hilfen vermittelt werden.

Passgenaue Unterstützung
Seit über einem Jahr hat das Albertinen Geburtszentrum ein Beratungsangebot „Frühe Hilfen“ in Form eines Familienlotsensystems implementiert, das speziell auf die Bedarfe der jungen Eltern zugeschnitten ist. Schon bei der Anmeldung zur Geburt kann die Beratung kostenlos in Anspruch genommen werden. Dabei wird auf die Qualität der Beratung besonderer Wert gelegt. Die beiden pädagogischen Mitarbeiterinnen verfügen über fachspezifische Zusatzausbildungen in den Bereichen Geburt, Wochenbett und frühen Elternschaft.

„Wir möchten, dass Eltern sich ohne Sorgen und Unsicherheiten ganz ihrem neugeborenen Baby widmen können, damit schon in der Geburtsklinik eine gute und sichere Eltern-Kind-Bindung entsteht. Dabei brauchen Eltern manchmal etwas Unterstützung, kleine oder auch mal größere, verlässliche Hilfen. In Pinneberg gibt es ein großes Netzwerk an Unterstützungsangeboten direkt bei den Familien vor Ort. Oft kennen die Familien diese Angebote aber nicht. Wir als Familienlotsenteam der Frühen Hilfen arbeiten eng mit allen Beratungsstellen und Hilfsangeboten aus dem Kreis Pinneberg zusammen. So können wir den Eltern in kurzer Zeit genau die Hilfen vermitteln, die zu den Bedarfen der Familie passen. Genau darum geht es“, betont Dagmar Breski, Sozialpädagogin und Familientherapeutin.

„Viele Eltern finden keine Nachsorge-Hebamme und sind gerade beim ersten Kind unsicher. In diesem Fall können wir schnell wohnortnahe Hilfen anbieten, und somit den Eltern die Sorgen nehmen, mit dem neugeborenen Baby und den damit verbundenen Veränderungen allein zu sein“, ergänzt Urte Brandt, Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenschwester.

„Wir sehen uns alle als Team, das zum Wohl der Eltern und Neugeborenen an einem Strang zieht“, sagt Priv.-Doz. Dr. Enikö Berkes, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Albertinen Krankenhaus. Die Beratungsarbeit der Familienlotsen ist dabei ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen Betreuung der Familien.

Das Zimmer der Familienlotsen befindet sich direkt auf der Geburtsstation und bietet Raum für ungestörte und vertrauensvolle Gespräche. Selbstverständlich unterliegen alle Gespräche der Schweigepflicht.

Albertinen-Stiftung finanziert Familienlotsen-Projekt mit
Das Familienlotsen-Projekt im Albertinen Geburtszentrum wird von der Albertinen-Stiftung mitfinanziert. Weitere Spenden, um das Projekt langfristig fortführen zu können, sind sehr willkommen:

Kontoinhaberin: Albertinen-Stiftung
IBAN: DE27 2512 0510 5588 0558 80
BIC: BFSWDE33HAN
Verwendungszweck: Familienlotsin

Bild: Urte Brandt, Ramona Lübcke, Dr. Sabine Pfeifer (Geschäftsführerin der Albertinen-Stiftung), Dagmar Breski (von links)