• Immanuel Albertinen Diakonie

Ein Impuls von Axel ter Haseborg, Seelsorger am Gesundheitscampus Volksdorf zum Totensonntag.

Totensonntag oder Ewigkeitssonntag? Zwei Namen, die in sich schon zeigen, mit welcher inneren Haltung man diesen Sonntag begeht: Die einen gedenken ihrer Verstorben und nehmen Rückblick auf das geteilte Leben, was zurück liegt. Die anderen haben die Zukunft im Blick und geben nicht dem Tod das letzte Wort, sondern der Ewigkeit - was auch immer sich darunter vorzustellen ist.Für mich ist Ewigkeit das Ende aller Zeiten. Denn hier fallen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eins. Mit dem Tod hört unsere Vorstellung von Zeit auf. Wo wir im Leben das Hier und Jetzt ganz leben, sind wir der Ewigkeit ganz nah. Oftmals sind wir mit unseren Sorgen und Ängsten in der Zukunft und mit der Last der Erinnerung in der Vergangenheit - beides hindert uns, im Jetzt zu sein. Die biblische Zusage, dass „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ ist (Hebräerbrief13,8 ), will dazu auffordern als jetztzeitiger Mensch zu leben. Wer sich dieses Vertrauen in Jesus als dem Herrn des Lebens zu eigen macht, kann nach Überzeugung der christlichen Tradition Ewigkeit nicht nur in der Zukunft erhoffen, sondern Ewigkeit schon in dieser Zeit teilen.

Ich wünsche uns einen gesegneten Ewigkeitssonntag, der uns in der Dankbarkeit über die Menschen, die wir im Leben hatten, zur Präsens im Leben führt.

Ihr Axel ter Haseborg

Seelsorger Gesundheitscampus Volksdorf

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