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Lexikon der Medizin

Alzheimerdemenz

Unser Gehirn besteht aus Milliarden von Nervenzellen, die ständig Informationen austauschen, verarbeiten und speichern. Dieser Kommunikationsfluss wird bei den Erkrankten durch Eiweißablagerungen behindert. Hirnzellen sterben und die Produktion von Botenstoffen nimmt erheblich ab. Das Gehirn schrumpft. Gedächtnis, Orientierung und Urteilsvermögen schwinden. Eltern werden zu Kindern und oft leiden die Angehörigen noch mehr darunter als die Betroffenen.

Etwa 20% der über 80jährigen sind von dieser krankhaften Hirnfunktionsstörung betroffen. Die genauen Ursachen bleiben der Wissenschaft trotz großer Anstrengungen immer noch verborgen. Leichte Vergesslichkeit, Leistungsabnahme im Beruf und Schwierigkeiten, sich örtlich zu orientieren, können erste Anzeichen einer Demenz sein. Oft haben die Patienten Angst vor der Diagnose. Sie verschweigen Ihren Angehörigen die schwindenden Fähigkeiten, versuchen zu kompensieren und meiden Arztbesuche.