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Lexikon der Medizin

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Mammakarzinom und Mammografie

Das Mammakarzinom (Brustkrebs) ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Durch den Einsatz bildgebender Diagnostik können Mammakarzinome frühzeitiger entdeckt werden und die Brustkrebssterblichkeit gesenkt werden.

Eine Mammografie sollte in jedem Fall bei Frauen mit knotigem Drüsengewebe (Mastopathie), bei Frauen mit familiärer Belastung oder mit unklarem Tastbefund durchgeführt werden. Dabei werden von jeder Brust zwei Aufnahmen angefertigt. Zusatzaufnahmen in Form von Vergrößerungs- oder Verformungsaufnahmen sind möglich.

Im Allgemeinen gilt, dass zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr eine Basismammografie angefertigt werden sollte und abhängig von der Gewebedichte ab dem 40. Lebensjahr regelmäßige Mammografien sinnvoll sind.

Die Sonografie ist die Methode der Wahl bei Frauen vor dem 35. Lebensjahr. Eine Sonografie kann aber die Mammografie nicht ersetzen, da nur mit dieser Methode kleine Verkalkungen (Mikrokalk) als Krebsvorstufen sicher erkannt werden können.

Weitere Informationen zur Behandlung von Brustkrebs:
Albertinen-Brustzentrum Hamburg

Manometrie

Druckmessung mit einer dünnen Sonde zur Untersuchung der Druckverteilung in der Speiseröhre und im Enddarm.

Manuelle Therapie / Maitland

Behandlungstechniken zur Verbesserung der Mobilität einzelner Gelenke. Durch gezielte Handgriffe werden die gelenkumgebenden Strukturen je nach Befund mobilisiert oder stabilisiert.

Manuelle Lymphdrainage

Entstauungstherapie bei Gewebseinlagerungen/Ödemen, mit zusätzlich schmerzlindernder und beruhigender Wirkung.

Metastase

Tochtergeschwulst, Absiedlung eines bösartigen Tumors („Krebs“) in andere Bereiche des Körpers. Metastasen kommen hauptsächlich in Leber und Lunge vor, können aber auch an anderen Stellen im Körper auftreten (z. B. Knochen).

Mikrofrakturierung

Ein großer Knorpelschaden entsteht häufig nach einem Unfall (z. B. Kniegelenksverdrehung oder Sprunggelenksdistorsion). Unbehandelt kann es zu einem Gelenkverschleiß (Arthrose) kommen. Die Anbohrung oder „Mikrofrakturierung“ des durch den Knorpeldefekt freiliegenden Knochens führt zum Eintritt von Blut und Stammzellen in den Defektbereich. Im Verlauf entsteht als Ersatz Faserknorpel. Dieser hat zwar eine schlechtere Qualität als der vorher vorhandene „hyaline Knorpel“, macht jedoch häufig eine Linderung der Beschwerden und verlangsamt den degenerativen Prozess. Der Eingriff kann in der Regel arthroskopisch durchgeführt werden.

Minimalinvasiver Eingriff

Operativer Eingriff mit kleinsten Verletzungen von Haut und Weichteilen.

Moorbad

Wird bei rheumatischen Erkrankungen einschließlich Wurzelreizsyndrom und bei Neuralgien eingesetzt. Wirkt unter anderem entzündungshemmend.

Morbus Crohn

Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die im gesamten Magen-Darm-Trakt von der Mundhöhle bis zum After auftreten kann. Bevorzugt befallen sind der untere Dünndarm (terminales Ileum, Befall in zirka 40 %) und Dickdarm (Colon), seltener Speiseröhre (Ösophagus) und Mund.

Charakterisierend für Morbus Crohn ist der diskontinuierliche, segmentale Befall (sog. „skip lesions“) der Darmschleimhaut, es können also gleichzeitig mehrere Darmabschnitte erkrankt sein, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind.

Mosaikplastik / Osteochondrale Transplantation

Sie dient der operativen Versorgung ausgedehnter Gelenkknorpelschäden meint die Verpflanzung eines körpereigenen Knochen/Knorpelzylinders, die sog. Mosaikplastik bzw. OCT. Hierbei werden Knorpel/Knochenzylinder aus nicht oder wenig belasteten Gelenkanteilen entnommen und gegen einen Knorpel-Knochenzylinder aus dem Defektbereich ausgetauscht. Der größte Anteil des Defektbereiches kann so mit hochqualitativem hyalinem Knorpel gedeckt werden. Im Zwischenraum der Knorpel-Knochenzylinder bildet sich Ersatzfaserknorpel, so dass insgesamt ein Mischknorpelgewebe entsteht. Langzeitergebnisse dieses jungen Verfahrens existieren noch nicht, die kurzfristigen Ergebnisse sind jedoch als gut zu bezeichnen.

MRCP

Magnet Resonanz Cholangio-Pankraetographie

Darstellung der Gallenwege mit einem Kernspintomographen.

Magnetresonanztomograf

Die Magnetresonanztomografie (MRT) erlaubt die Darstellung hochaufgelöster dreidimensionaler Strukturen und ist in der medizinischen Diagnostik seit mehr als 20 Jahren etabliert. Erst seit wenigen Jahren ist es möglich, zusätzlich zur hohen Ortsauflösung auch eine hohe zeitliche Auflösung zu erreichen. Dadurch sind erstmals qualitativ hochwertige „bewegte“ Darstellungen möglich. Diese Tatsache eröffnet ein weites Spektrum an Möglichkeiten in der Diagnostik von Herzerkrankungen.

Mukoepidermoidkarzinom

Das Mukoepidermoidkarzinom ist die häufigste Krebserkrankung der Speicheldrüsen

Mukosektomie

Endoskopische Abtragung von rasenförmigen Polypen mit Strom über einer Drahtschlinge nach Unterspritzung mit Kochsalzlösung.


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