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Lexikon der Medizin

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Immunhämatologie

Sie befasst sich vor allem mit der Blutgruppenbestimmung, der Testung des Blutes auf Antikörper und der Verträglichkeitsuntersuchung vor Transfusion. Das wichtigstes Ziel ist es, so weit wie irgend möglich sicherzustellen, dass Bluttransfusionen gut vertragen werden.

Immuntherapie

Die nach wie vor wichtigste Form der Immuntherapie ist die Antikörpertherapie. Diese Behandlungsform hat einiges mit der Chemotherapie gemein: sie ist medikamentös, meist als Infusion gegeben, und sie wird mit dem Blutstrom verteilt.

Einzigartig ist aber ihr Wirkmechanismus. Sie funktioniert, indem sie Prinzipien nützt, die die Natur zur Abwehr von Infektionen erfunden hat: So genannte Antikörper werden im Laufe einer Impfung oder einer ersten Infektion im Organismus gebildet. Diese Immuneiweiße verbinden sich sehr spezifisch nur mit ihrem Ziel (Virus, Bakterium, Gift) und zerstören es. Es werden nun am Ziel der Tumortherapie, der zu zerstörenden bösartigen Zelle, Zelleigenschaften benötigt, die diese Zellsorte von gesundem Gewebe unterscheidet. Der synthetisch erzeugte Antikörper erkennt dann die bösartige Zelle und setzt an ihr einen Zerstörungsmechanismus in Gang. Wenn die Unterscheidung von gesundem Gewebe sehr trennscharf ist, wird der Antikörper wenig Nebenwirkungen verursachen.

Wichtige Antikörper werden in der Brustkrebs-, Darmkrebs- und in der Therapie von bösartigen Lympherkrankungen angewendet. Andere, deutlich mehr als „noch in der Versuchsphase“ einzustufende Formen der Immuntherapie, zielen nicht darauf ab, den Antikörper zu liefern, sondern das Immunsystem so zu steuern, dass es selbst (und dann vielleicht noch gezielter und umfassender) den Tumor als Feind erkennt und bekämpft.

Impingement-Syndrom

Sehnenengpaß an der Schulter mit Schleimbeutelentzündung

Schmerzhafte Einschränkung der Schulterbeweglichkeit meist durch degenerative Veränderungen an einer Sehne. Hierbei kommt es zu einer Einengung des Gleitraumes für die Sehnen der Rotatorenmanschette und des Schleimbeutels unter dem Schulterdach.

Inkontinenz

Das Unvermögen, etwas zurückzuhalten zu können. Im medizinischen Bereich spielt die Harninkontinenz und die Stuhlinkontinenz eine Rolle.

Von der Harninkontinenz (unwillkürlicher Harnabgang) sind in Deutschland schätzungsweise fünf Millionen Menschen betroffen. Leider wird dieses Leiden aus Scham viel zu oft verheimlicht. Zwei sehr häufige Formen der Harninkontinenz sind die

  • Belastungsinkontinenz
    ausgelöst durch erhöhten Druck auf den Bauchraum und folglich auf die Blase. Dies kann beim Sport, beim Husten, Niesen oder Bücken, ja selbst beim Lachen passieren.
  • Dranginkontinenz
    ausgelöst durch eine überempfindliche und überaktive Blase, die bereits bei geringer Füllung starken Harndrang verursacht

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