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Lexikon der Medizin

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Hämatologie

Teilgebiet der Inneren Medizin, welches sich mit Erkrankungen der Blut- und Lymphzellen beschäftigt.

Hämorrhoiden

Weiche Schwellpolster aus Bindegewebe und Adergeflechten. Sie sitzen im oberen Analkanal und sind dort für den Feinverschluss des Afters zuständig. Dabei legen sie sich dicht wie Kissen aneinander. Hämorrhoiden haben keine Nerven und sind deshalb nicht spürbar. Jeder hat Hämorrhoiden. Erst wenn sich Hämorrhoiden vergrößern und nach außen gedrückt werden, können Beschwerden auftreten. Juckreiz, Nässen sowie Brennen sind erste Anzeichen für vergrößerte Hämorrhoiden. Ebenso wie Blut am WC-Papier oder in der Unterwäsche.

Erkrankte Hämorrhoiden können ambulant schmerzfrei behandelt werden. Proktologen sind auf Enddarmerkrankungen spezialisiert. Je nach Erkrankungsgrad verabreichen sie Zäpfchen und Salben, verkleinern die Hämorrhoiden durch Veröden oder binden sie mit kleinen Gummiringen schmerzlos ab.

Hämostaseologie

Die Lehre der Blutgerinnung.
In diesem Bereich werden alle Faktoren, die für die Blutgerinnung wichtig sind, bestimmt.

Hemihepatektomie

Hemihepatektomie: die operative Entfernung der rechten oder linken funktionellen Leberhälfte.

Hepatitis

Entzündliche Lebererkrankung, die durch Infektion (zum Beispiel Hepatitis A-, B- oder C-Viren) oder durch schädigende Substanzen wie Alkohol, Gifte oder spezielle Medikamente auftreten können.

Hepatobiliär

Hepatobiliär: die Leber und die Gallenwege betreffend.

Hepatologie

Teilgebiet der Gastroenterologie, das sich mit Erkrankungen der Leber beschäftigt.

Hernie

Hernie (Bruch) = das Hervortreten von Eingeweideanteilen aus der Bauchhöhle durch eine Lücke oder Schwachstelle in der Bauchdecke.

Dies kann an unterschiedlichen Stellen auftreten: als Leistenbruch, als Nabelbruch oder als Narbenbruch im Bereich von Operationsnarben. Große Brüche können kosmetisch störend sein und Schmerzen bereiten. Kleine Brüche bergen die Gefahr der Einklemmung des Bruchinhaltes, die starke Schmerzen bereitet und als Notfall operiert werden müssen.

Histologischer Befund

Schriftlicher Bericht, in der Regel vom Facharzt für Pathologie, über eine mikroskopische (sogenannte "feingewebliche") Analyse einer Gewebeprobe oder eines OP-Präparates.

In der Onkologie ist dies bei erster Diagnosestellung das zentrale Dokument, das das Vorliegen einer bösartigen Erkrankung überhaupt nachweist. Der Befundbericht gibt darüber hinaus detailliert Auskunft über angewendete Analysemethoden, Interpretation und alternative Interpretationsmöglichkeiten (oder ihr Fehlen), spezielle Gewebseigenschaften bis hin zu Aussagen, aus denen der behandelnde Arzt den wahrscheinlichen Nutzen der Anwendung bestimmter Medikamente ablesen kann.

Hitzeanwendungen

Hitzeanwendungen, zum Beispiel heiße Rolle, regen die Durchblutung und den Lymphabfluss an und sind unter anderem besonders geeignet zur punktuellen Behandlung von Reizzuständen.

hormonelle Therapie

Korrekter wäre „antihormonelle Therapie“. Begriff aus der Therapie des Brustkrebses und des Prostatakrebses. Gemeint sind medikamentöse Maßnahmen, die darauf abzielen, durch Verfälschung oder Blockade von stimulierenden Hormonen Krebswachstum zu stoppen, welches durch Hormone stimuliert wird.

Entweder benimmt sich das Medikament wie ein Hormon, wird vom Tumor so angenommen, aber bremst statt fördert seine Zellteilung. Oder es wird im Stoffwechsel durch Blockade bestimmter Enzyme verhindert, dass in einem für den Tumor ausreichenden Maße Hormone hergestellt werden können. Oder: Die Zielstrukturen („Rezeptoren“), die von der entarteten Zelle angeboten werden müssen, um die Hormone zu binden, werden blockiert und vernichtet, so dass das eigentlich vom Hormon ausgeübte Wachstumssignal nicht in der Zelle ankommt.


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