Willkommen zu den psychodynamischen Tagen auf Langeoog

Psychoanalyse und die auf ihr fußende psychodynamische Psychotherapie bedürfen des offenen und zugleich geschützten Diskurses. Die Insel Langeoog schafft auch zu Pfingsten 2020 den dafür notwendigen Rahmen – zu dem diesjährigen Thema „Spaltungen“.

Die „Psychodynamischen Tage“ (kurz: PdT) auf Langeoog wurden 2016 bis 2019 von hunderten Teilnehmenden begeistert aufgenommen und ermöglichen auch 2020 einen intensiven Dialog zwischen Fachkollegen, Lehrenden und Lernenden. Dabei haben sich sowohl die Vorträge als auch die vertiefenden Seminare thematisch auf das Anliegen der psychoanalytischen Theorie und der darauf basierenden psychodynamischen Psychotherapie fokussiert. Die entspannte Atmosphäre der Insel ermöglicht zudem den idealen, informellen Austausch.

Das Tagungsthema 2019

Das Ich ist vor allem ein körperliches

Das Tagungsthema 2020: Spaltungen

Es gibt ein Unbehagen mit gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, welches von Psychodynamik und Psychoanalyse erkannt und definiert wird. Gesellschaftskritik auf psychoanalytischem Boden führt zu konkreten Vorschlägen persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Handelns.  Sah Freud noch das „Unbehagen in der Kultur“ (1930) begründet im Konflikt von Aggression und Libido mit gesellschaftlichen Normen, so stellt sich die Frage, welches Unbehagen in der Außenwelt uns besonders alarmieren sollte: Sind es weiterhin die spaltend wirksamen Abkömmlinge der menschlichen Destruktivität, die Bedrängnisse normativer Vorgaben, wie zu Leben und zu Lieben sei oder auch die mangelnde Solidarität, ein Zuviel an egozentrischer Individualität und eine skrupellose Machtausübung einiger Weniger? Und welche Antworten kann die Psychotherapie bieten?

Psychodynamisches Denken auf dem Boden der Psychoanalyse bietet sowohl einen Blick in intrapsychische Bedingungen als auch auf die Außenwelt, wobei beide einander, wenn nicht zu spiegeln, so doch zu bedingen scheinen. Der Blick reicht dann zu „Spaltungen“, d.h. Pathologien des individuellen und kollektiven Sozialen, wie auch zu den zerstörerischen Folgen von Menschenverachtung, Gewalt, Krieg und Umweltzerstörung. Die Frage richtet sich aber auch danach, wie Psychotherapeuten mit Ihren Mitteln zu dem von Freud noch geforderten „Glück“ beitragen können.

Die Psychodynamischen Tage auf Langeoog legen 2020 den Schwerpunkt ihrer Vorträge auf eine psychoanalytisch informierte Gesellschaftskritik. Die daran anschließenden Seminare nehmen zum Teil diesen Fokus auf, werden sich aber auch mit zentralen klinischen Themen der kreativen Vielfalt psychodynamischen Denkens, Behandelns und Handelns zuwenden.

Ziele und Zielgruppen

Die Ziele

Psychoanalytisch begründete Psychotherapie bedarf stets eines offenen und dennoch geschützten Dialoges. Dieser ist uns im Rahmen der PdT Langeoog sehr wichtig. Insbesondere durch eine maximale Seminargröße von 15 Teilnehmern pro Gruppe möchte wir Ihnen eine Vertiefung der Themen in vertrauter Atmosphäre ermöglichen.

Die Vorträge und der Diskurs in den Seminaren und Vertiefungen wird sich thematisch fokussieren auf Anliegen der psychoanalytischen Theorie und der darauf basierenden psychodynamischen Psychotherapie. So nehmen Sie genau das von der Tagung mit, was in Ihrem Alltag relevant ist.

Die entspannte Atmosphäre der Insel soll zudem den informellen Austausch und Vernetzung zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und zwischen den unterschiedlichen Psychotherapie-Schulen ermöglichen.

Wenn auch Ihnen eine klare thematische Ausrichtung, ein geschützter Austausch in kleinen Arbeitsgruppen und die Vernetzung mit Kolleginnen und Kollegen wichtige Anliegen sind, dann werden Sie von den Psychodynamischen Tagen auf Langeoog profitieren können.

Die Zielgruppen

Die PdT Langeoog richten sich bundesweit an Ärzte/innen und Psychologen/innen, die beruflich in der psychodynamischen Psychotherapie bzw. der Psychoanalyse aktiv sind oder ein besonderes Interesse an Themen der psychodynamischen Psychotherapie haben.

Dies sind zum einen Kollegen/innen aus der Psychotherapie, der Psychoanalyse, der Psychiatrie und der Psychosomatik.

Sehr wichtig ist uns aber auch die Einladung an Ärzte/innen, Psychologen/innen und Kollegen/innen aus anderen Berufsgruppen des Gesundheitswesens (z.B. aus Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendpsychotherapie und -psychiatrie, Gesundheits- und Krankenpflege, Sozialpädagogik und Fachtherapie).

Selbstverständlich richten sich die veranstaltenden Institute außerdem explizit an ihre Mitglieder und Kandidaten, sowie an ihre Fachgesellschaften.

Die Veranstalter

Die wissenschaftliche Tagungsleitung liegt bei Prof. Dr. med. Reinhard Lindner (Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie), Lehrtherapeut, Supervisor und Dozent an der Arbeitsgemeinschaft für integrative Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatik e.V. (APH) und am Adolf-Ernst-Meyer-Institut für Psychotherapie (AEMI), Professor für Theorie, Empirie und Methoden der sozialen Therapie am Institut für Sozialwesen, Universität Kassel. Sie erreichen ihn per Mail unter lindner@pdt-langeoog.de.

Die Albertinen-Akademie

Die Mitarbeiter/innen der Albertinen-Akademie in Hamburg verfügen über umfassende Erfahrung im Tagungsmanagement und betreuen die Veranstaltung daher in allen Belangen. Die Albertinen-Akademie fungiert als Veranstalter und damit als Vertragspartner für alle Teilnehmenden und Mitwirkenden. Leiterin der Albertinen-Akademie ist Marion Rehm.

Die organisatorische Tagungsleitung liegt bei Christian Zimmermann (Veranstaltungskaufmann, Veranstaltungsmanagement der Albertinen-Akademie). Erreichbar ist Herr Zimmermann unter Tel. 040 55 81-2345 oder via E-Mail