Die Doppelseminare finden Montag bis Donnerstag jeweils 11.30 bis 13.00 Uhr und 16.30 bis 18.00 Uhr statt. Doppelseminare bestehen somit aus acht – nicht vier – Modulen.

Die Teilnehmerzahl je Seminar ist auf max. 15 begrenzt.

Für die vollständige Teilnahme an den Doppel-Seminaren erhalten Sie insgesamt 16 Fortbildungspunkte.

D01 - Selbstliebe: zu viel oder zu wenig?

Dr. phil. Dipl.-Psych. Annegret Boll-Klatt
Dipl.-Psych. Mathias Kohrs

Narzissmus zwischen gesellschaftlichen Phänomenen und psychischer Pathologie

Nicht nur in der populärwissenschaftlichen sondern auch in der einschlägigen gesellschaftspolitischen und sozialpsychologischen Literatur hat die Beschäftigung mit der Selbstliebe – zusammengefasst unter dem Begriff des Narzissmus - nun schon seit einigen Jahrzehnten Hochkonjunktur, oft pointiert verdichtet in der Aussage, dass wir in einem narzisstischen Zeitalter leben.- Das psychoanalytische Narzissmus Konzept enthält seit Freuds „Einführung in den Narzissmus“ (1914) vielfältige Paradoxien und Kontroversen. In der Oszillation zwischen dem existenziellen Angewiesen sein auf die Anerkennung durch den Anderen und dem unstillbaren Verlangen nach eigener Größe und Unabhängigkeit liegen Entwicklungschancen, aber auch mögliche pathologische Prozesse, die zu Spaltung, Verleugnung und projektiven Ver(w)irrungen führen können. Die sich daraus in der Therapie entfaltende spezielle Beziehungsdynamik entzieht sich häufig den gängigen Behandlungstheorien und -techniken. Der Diskurs in unserem Theorie-Praxis-Seminar soll sowohl auf die psychodynamischen Behandlungsschwerpunkte unterschiedlicher narzisstischer Pathologien als auch auf die uns alle betreffenden Implikationen für unsere eigene und die gesamtgesellschaftliche narzisstische Balance ausgerichtet sein.

Gruppenanalytische Selbsterfahrungsgruppe

Dr. med. Klaus Augustin

Gruppentherapeutische Selbsterfahrung ist ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung Gruppentherapie. Hier können Sie erste Erfahrungen mit Gruppentherapie, mit dieser konkreten Gruppe und mit mir als Leiter sammeln. Die Tagung steht unter der Überschrift: den Strom der Gefühle und Gedanken verstehen. Dies lässt sich besonders gut in einer gruppenanalytischen Gruppe erleben, denn Gefühle und Gedanken betten sich hier ein in ein kommunikatives Gruppengeschehen und zeigen sich in ihren relationalen Aspekten.

Der Strom der Gefühle und Gedanken des Individuums zeigt immer auch unsere soziale Verfasstheit: wir leben in Gruppen und in der Kommunikation mit anderen, auch auf unserer inneren Bühne. Auch unsere individuellen Träume behandeln unsere Wünsche und zeigen unsere Abwehr bezogen auf andere Menschen. Ich freue mich, wenn Sie Ihre Träume mit der Gruppe teilen und bin gespannt, was das auslöst!

Zwei Grundsätze, die mir besonders wichtig sind: In der Gruppe soll möglichst alles, also auch das Schwierige, Kritische oder Peinliche gesagt werden können (Regel der freien Gruppendiskussion nach Foulkes) und, die Gruppe soll ein sicherer Ort sein. Die Gruppe ist eine Gruppe von Fremden, soll also keine Freunde oder direkten Kollegen umfassen. Eine Fortsetzung der Gruppe in Hamburg ist ggf. möglich, 14 tägig am Mittwoch nachmittags.