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Albertinen-Haus - Geriatrische Klinik
Das "Forschungskolleg Geriatrie" der Robert Bosch Stiftung

Aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden durchschnittlichen Lebenserwartung ist ein wachsender Bedarf an qualifizierter medizinischer Versorgung für alte Menschen absehbar.

Außerdem ist die Intensivierung spezifischer Forschung notwendig, um altersspezifische Erkrankungen besser verstehen und behandeln zu können. Deshalb hat die Robert Bosch Stiftung 2002 in Kooperation mit zunächst fünf klinisch-geriatrischen Zentren, später sieben Zentren in Deutschland und der Schweiz das Forschungskolleg Geriatrie initiiert und gefördert.

In diesem Förderprogramm sollen junge Ärzte durch Weiterbildung in Forschung, klinisch-geriatrischer Tätigkeit und ersten Erfahrungen in der Lehre für das Fach Geriatrie herangebildet werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Förderung ist dabei das jeweils eigene Forschungsvorhaben der Stipendiaten, das unter Begleitung durch den Mentor im Rahmen der Förderung durchgeführt wird.

An der Medizinisch-Geriatrischen Klink durchliefen beziehungsweise durchlaufen bislang vier Stipendiaten diese Förderung.

Die Forschungsprojekte beschäftigen sich mit klinischen Fragestellungen:

  • Bedingungen von Multimedikation (medikamentöse Mehrfachbehandlung) und Mobilität im Alter
    (Dr. med. Jennifer Anders)
  • Risikofaktoren alter Patienten, die sich herzchirurgischen Eingriffen unterziehen
    (Dr. med. Birgit Frilling)
  • Suizidalität geriatrischer Patienten
    (Priv.-Doz. Dr. med. Reinhard Lindner)
  • Der Einfluss von Medikamentenkombinationen auf das Sturzrisiko bei Krankenhauspatienten
    (Dr. med. Mirja Modreker)

Die Stipendiaten im Förderprogramm nehmen auf Bewerbung und nach erfolgtem Zuspruch an den Seminarprogrammen der European Academy for Medicine of Ageing teil, die 1995 ins Leben gerufen wurde. Aus der mittlerweile angewachsenen Gruppe ehemaliger Absolventen haben sich verschiedene wissenschaftlich geriatrische Netzwerke entwickelt.

Referenzen

  • Anders J, Flegel N, Dapp U, von Renteln-Kruse W.
    Measurements of mobility: a comparison of ambulatory rehabilitation patients and healthy community-dwelling persons.
    The Journal of Nutrition, Health & Aging (2004), Vol 8; 4; 287
  • Anders J.
    Mobilität im Alter und Immobilitätssyndrom
    In: von Renteln-Kruse W (Hrsg): Medizin des Alterns und des alten Menschen,
    Steinkopff, Darmstadt 2004
  • Anders J, von Renteln-Kruse W, Dapp U, Gillmann G, Stuck A:
    Arzneimittelgebrauch und gesundheitliche Selbsteinschätzung selbstständig lebender, älterer Hamburger.
    Z Gerontol Geriat 2005; 38:173-181
  • Arlt, S., Lindner, R., Rösler, A., v. Renteln-Kruse, W.
    Adherence to medication in patients with dementia: Predictors and approaches for improvement.
    Drugs and Aging (im Druck)
  • Lindner, R.; Altenhöfer, A.; Fiedler, G.; Götze, P (2008).
    Suicidality in later life.
    In: Briggs, S.; Lemma, A.; Crouch, W. (Eds.). Relating to self harm and suicide. Psychoanalytic perspectives on practice, theory and prevention.
    London, New York: Routledge, pp. 187 – 197
  • Lindner, R., Altenhöfer, A., Fiedler, G., Götze, P., Happach, C. (2008).
    Suizidalität im Alter.
    Psychotherapie im Dialog 9: 48-52
  • Nikolaus Th.
    European Academy for Medicine of Ageing (EAMA).
    Z Gerontol Geriat 2005; 38 Suppl 1:I/48-I/51
  • Stähelin HB.
    Das Forschungskolleg Geriatrie der Robert Bosch Stiftung – wissenschaftlich geriatrischer Nachwuchs aus deutscher Sicht.
    Z Gerontol Geriat 2005; 38 Suppl 1:I/40-I/44

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