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Hodenzentrum Hamburg
Ihre Behandlung

Diagnose

Neben Laboruntersuchungen (Tumormarker) und der gründlichen körperlichen Untersuchung, wird die Sonographie mit einer hochauflösenden Ultraschallsonde (7.5 – 12 MHz) durchgeführt. Hierbei wenden wir oft den sogenannten „Farbdoppler“ als Zusatzuntersuchung an. Damit gelingt eine bessere Darstellung von gut durchbluteten Gewebsabschnitten, wie es Tumoren beispielsweise sind. Noch präziser können Tumoren durch die intravenöse Gabe von Kontrastmittel dargestellt werden.

Höchste Genauigkeit hat die Kernspintomographie des Hodens („Magnetresonanztomographie, „MRT“). Diese Untersuchung wird vom Radiologen durchgeführt, und die Bilder werden gemeinsam vom Urologen und Radiologen ausgewertet. Der Patient muß hier nur mit dem Unterleib in die „Untersuchungsröhre“ einsteigen. Aufgrund der vielen MRT-Untersuchungen, die wir in den letzten Jahren durchgeführt haben, konnte unsere spezielle Technik ständig fortentwickelt werden.

Wird die Diagnose Hodenkrebs gestellt, so muß eine Suche nach etwaigen Streuherden („Metastasen“) erfolgen. Hierfür wird die Computertomographie oder ggf. auch die MRT eingesetzt. Die Schnittbilder werden gemeinsam vom Urologen und dem Radiologen beurteilt.

Gutartige Veränderungen des Hodensackes
Gutartige Vergrößerungen des Hodensackes, wie Wasserbruch (Hydrozele), Samenzyste (Spermatozele) können gut operativ behandelt werden. Diese Eingriffe erfolgen zumeist als ambulante Operation. Auch Fehllagen des Hodens, wie etwa der angeborene Hodenhochstand werden ambulant oder kurzzeit-stationär operiert.

Behandlung von Hodenkrebs / Grundsätze
Bei der Behandlung von Hodenkrebs richten wir uns strikt nach den Europäischen Leitlinien. Komplexe Situationen werden in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen. Unser Grundprinzip ist die offene und ausführliche Beratung aller Befunde mit dem Patienten.

Behandlung von Hodenkrebs / Operation
Die erste Maßnahme ist die Entfernung des Hodens durch einen Leistenschnitt.
Bei unklaren Fällen erfolgt während der Operation eine Gewebsuntersuchung durch den Pathologen (sog. „Schnellschnitt-Untersuchung“). Jeder Patient erhält das Angebot zu einem Implantat als Hodenersatz („Hodenprothese“).
Zur Früherkennung eines möglichen Tumors im Gegenhoden wird stets eine Gewebsprobe aus dem anderen Hoden entnommen (sog. „kontralaterale Biopsie“).
In besonders gelagerten Fällen genügt die organerhaltende Entfernung des Tumors. Das Zentrum verfügt über besondere Erfahrungen mit dieser sehr speziellen Operation.

In besonders gelagerten Fällen sehen die Leitlinien eine operative Entfernung von Lymphknoten aus dem hinteren Bauchraum vor („Retroperitoneale Lymphadenektomie“, „RLA“). Dieser Eingriff wird in unserem Zentrum zumeist mit Nerverhaltung zur Bewahrung des Samenergusses durchgeführt.

Bei ausgedehnten Entfernungen von restlichen Metastasen nach Abschluß der Chemotherapie (Residualtumor-Resektion“ oder „postchemo-RLA“) kommt es darauf an, in subtiler aber schonender Weise alle verbliebenen Tumorreste aus dem Bauchraum zu entfernen. Nur wenn dieser Spezialeingriff mit einer entsprechenden Routine durchgeführt wird, kann die gewünschte Therapiesicherheit erreicht werden.

Behandlung von Hodenkrebs / Chemotherapie
Beim Seminom im Stadium 1 wird die Chemotherapie mit Carboplatin mit einem Zyklus durchgeführt. Bei allen anderen Therapiesituationen erfolgt die Chemotherapie mit dem PEB-Schema (Kombination aus Cisplatin, Etoposid, Bleomycin) in mehreren Zyklen. Diese Therapie wird unter stationären Bedingungen durchgeführt. Einzelheiten hierzu sind der Patientenbroschüre (Link) zu entnehmen. Bei jeder Anwendung von Zytostatika kommen unterstützende Medikamente zum Einsatz, insbesondere die sog. Antiemetika zur Prophylaxe von Übelkeit.


Albertinen-Krankenhaus
Süntelstraße 11a
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