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Albertinen-Krankenhaus
"daVinci"-OP Nierenkarzinom

Arzt betrachtet Röntgenbild

Heute werden Nierentumore häufig in einem frühen Stadium entdeckt und können so meist erfolgreich behandelt werden. Dafür verantwortlich sind die positiven Entwicklungen im Bereich der Ultraschalluntersuchung und den sogenannten Schnittbildgebungen wie Computertomogramm und Magnetresonanztomographie, bei denen die meisten Nierentumoren zufällig im Rahmen einer Vorsorge- oder anderen Untersuchung im entdeckt werden.

Etwa drei bis vier Prozent aller bösartigen Tumoren des Erwachsenen sind Nierentumoren. Der mit 96% häufigste Tumor, das Nierenzellkarzinom, wird bei etwa neun von 100.000 Einwohnern diagnostiziert. Männer erkranken zweimal häufiger als Frauen. Andere die Niere betreffende bösartige Tumoren wie das Urothelkarzinom oder das Sarkom gehören zu den seltenen Tumoren. Das Nierenzellkarzinom wird meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr diagnostiziert.

Bei dem lokal begrenzten Nierentumor ist die chirurgische Behandlung der Goldstandard, um eine Heilung zu erreichen. Denn der Nierentumor spricht nur sehr gering auf nichtinvasive Therapien wie Bestrahlung und Chemotherapie an. Ursprünglich wurde der Nierentumor mit einem offenen Zugang entfernt. Daraus resultierte ein langer Flankenschnitt, der schmerzhaft war und häufig bei bis zu 30% der Patienten zu Komplikationen, wie einem Bauchwandbruch und oder Wundheilungsstörungen führte.

Diese Komplikationen reduzieren sich bei einem minimalinvasiven roboterassistierten Eingriff in Kombination der besten Techniken: Die Präzision, die hervorragende dreidimensionale und 40fach vergrößerte Sicht und Kontrolle des "daVinci"-Operationssystems erlaubt es dem Operateur, eine minimal-invasive Behandlung für Nierenkarzinome durchzuführen. Sie ist gerade dann geeignet, wenn aufgrund der Größe des Tumors die Niere (sog. Teilresektion) erhalten werden kann. Das möglich eröffnete Gefäß- und Nierenbeckenkelchsystem kann durch eine sehr genau visualisierbare und präzise Nahttechnik optimal verschlossen werden. Mit dem Erhalt der Niere und dieser sanften Operationstechnik können zukünftige Nierenerkrankungen und Dialyse verhindert werden.

Sehr schonendes Vorgehen - „Every Minute counts“

Das computerassistierte High-tech-System unterstützt den Operateur darin, wesentlich exakter und zitterfreier als bei herkömmlichen Operationsverfahren vorzugehen. Höchst verfeinerte Instrumentenbewegungen sorgen für bisher unerreichte Genauigkeit. Ein Ultraschall im Bauchraum ermöglicht es, die Grenzen des jeweiligen Tumors genauer zu bestimmen. Die kurzen Ausklemmzeiten können bei entsprechender Planung auf den Tumor selbst oder ein dieses umgebendes Areal eingeschränkt werden. Damit können wir neben der sehr kurzen Abklemmzeit eines Nierenbereiches von ca. 8-12 Minuten die Minderdurchblutung des gesunden Gewebes auf ein Minimum beschränken und schützen somit die restliches Niere vor Schäden.

Gerade bei der operativen Therapie des Nierenkarzinoms mit Hilfe der roboterassistierten Chirurgie verfügt unser Haus mit Herrn Dr. Henrik Zecha und seinem Team über eine hohe Expertise. Hiervon zeugt nicht allein die Ausbildertätigkeit im In- und Ausland, sondern ebenfalls Preise für ausgezeichnete Lehrfilme, die von der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und der European Association of Urology (EAU) für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit verliehen worden sind.

Die Vorteile der roboterassistierten Chirurgie im Überblick:

  •     weniger Blutverlust
  •     weniger Transfusionen
  •     weniger Wundheilungsstörungen
  •     signifikant weniger Schmerzen
  •     geringeres Infektionsrisiko
  •     geringere Narbenbildung
  •     kürzerer Krankenhausaufenthalt
  •     kürzere Rekonvaleszenzzeit (Erholungszeit)
  •     sehr schonend und optimal für Nierenerhaltung

Albertinen-Krankenhaus
Klinik für Urologie und Uroonkologie
Süntelstraße 11a
22457 Hamburg

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