Interventionelle Aortenklappenimplantationen (TAVI), transfemoral, transapikal, transaortal und transjugular und Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz durch Mitra-Clip.

Patienten mit Herzklappenerkrankungen und hohem Operationsrisiko werden perkutan (mit Kathetertechniken) behandelt. Zumeist geschieht dies über die Leistengefäße, in jedem Fall am schlagenden Herzen unter Vermeidung einer Herz-Lungen-Maschine. Die häufigsten Prozeduren sind interventionelle Aortenklappenimplantationen (TAVI), transfemoral, transapikal, transaortal und transjugular und die Behandlung der Mitralklappeninsuffizienz durch Mitra-Clip.

Das Spektrum der Klappenerkrankungen, die perkutan in unserer Abteilung behandelt werden können, ist ungewöhnlich breit. Es umfasst

  • die Aortenklappenstenose
  • die Aortenklappeninsuffizienz (-undichtigkeit)
  • die Mitralklappenstenose
  • die Mitralinklappeninsuffizienz
  • neuerdings auch die Trikuspidalklappeninsuffizienz (im Rahmen von Studien)
  • die Undichtigkeit an Klappenrändern (paravalvuläre Leckagen) nach erfolgtem Klappenersatz.

Darüberhinaus werden Shuntvitien (offenes Foramen ovale) wie Vorhof- oder Ventrikelseptumdefekte verschlossen.

Bei Patienten mit Vorhofflimmern kann ferner das linke Vorhofohr mittels Kathetertechnik verschlossen werden, um eine orale Antikoagulation (Hemmung der Blutgerinnung) zu vermeiden.

Für all diese Eingriffe wenden wir die modernsten Verfahren an und stehen uns eine Vielzahl verschiedener Herzklappenprothesen zur Verfügung, wodurch wir die Behandlung individuell auf jeden einzelnen Patienten zu schneiden zu können.

Prof. Dr. med. Joachim Schofer
Ltd. Arzt
Department für perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen im Albertinen Krankenhaus

Weltpremiere im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum: Trikuspidalklappe ohne Operation rekonstruiert


Weltweit erstmalig ist es am 18. September 2014 Prof. Dr. Joachim Schofer, Leiter des Departments für perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum am Standort Albertinen-Krankenhaus Hamburg, und seinem Team gelungen, ohne Operation eine undichte Trikuspidalklappe mithilfe einer Kathetertechnik durch Raffung des Klappenringes erfolgreich zu rekonstruieren. 

So funktionier's:


Von links nach rechts: 

  • Die krankhaft erweiterte dreisegelige Trikuspidalklappe kann nicht mehr schließen. Blut strömt aus der rechten Herzkammer zurück in den rechten Vorhof (1). 
  • Über einen Führungskatheter werden an geeigneten Stellen mit einem dünnen Draht von unten zwei Löcher im Klappenring hergestellt (2). 
  • In diesen Löchern werden zwei Fäden verankert (3).
  • Mit Hilfe eines Katheters werden die Verankerungsstellen der beiden Fäden zueinandergezogen (4), die Fäden miteinander verbunden und die Enden abgeschnitten. 
  • So wird eines der drei Segel gerafft (5) und aus der dreisegeligen wird eine zweisegelige Klappe, die wieder schließen kann (6).

Department für perkutane Behandlung von Herzklappenerkrankungen

Department Kardioanästhesie

Weitere Mitarbeiter in leitenden Funktionen

BITTE BEACHTEN: Die folgenden Nummern sind ausschließlich zuweisenden Ärzten vorbehalten

Herzchirurgische Anmeldung

tagsüber: 040-5588-2445

abends/nachts/am Wochenende: 040-5588-6723

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Eine neue Studie vergleicht die klinischen und angiografischen Ergebnisse der On-pump und Off-pump-Revaskularisation bei ausschließlicher Verwendung beider Beinschlagadern.

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