Das Durchschnittsalter der Patienten, die zur Herzoperation kommen, hat sich in den letzen zehn Jahren von 63 auf 67 Jahre erhöht. In diesem Alter finden sich oft neben der Herzkrankheit Begleiterkrankungen, die perioperativ zu Komplikationen führen können. Daher ist es eine wichtige Aufgabe des Kardioanästhesisten, diese Begleiterkrankungen während der Operation zu behandeln. So werden Diabetiker unter Verwendung einer Insulininfusionspumpe medikamentös behandelt. 

Patienten, die einen Bluthochdruck haben, kann der Blutdruck intraoperativ mit Medikamenten kontrolliert gesenkt werden. Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann neben der medikamentösen Behandlung während der Herzoperation eine Hämofiltration durchgeführt werden. Komplikationen durch Lungenerkrankungen wie z.B. Asthma, Emphysem, chronischer Bronchitis, kann durch Medikamente und spezielle Beatmungsformen begegnet werden. Drogenabhängige Patienten können mit opiatfreien Narkosemitteln therapiert werden.