Im Albertinen-Krankenhaus werden alle Herzoperationen in Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt. Dabei werden nur moderne und gut verträgliche Medikamente eingesetzt. Diese Medikamente werden ausschließlich intravenös verabreicht (TIVA = Totale intravenöse Anästhesie). Narkosegase verwenden wir nicht. Die intravenöse Applikation verschiedener Medikamente erlaubt eine den Erfordernissen der Operation angepasste gezielte Steuerung einzelner Körperfunktionen. So können Bewusstsein, Schmerzempfinden, Muskelbewegungen mit geringen Mengen der einzelnen Komponenten in jeder Phase der Operation einzeln beeinflusst werden.

Zur Sicherung der Atemwege wird der Patient intubiert, das heißt, es wird ein Schlauch zur Beatmung durch den Mund in die Luftröhre eingeführt. Durch besondere Technik sind wir in der Lage, auch bei ungünstigen anatomischen Verhältnissen diesen Beatmungsschlauch sicher und schonend einzulegen (Videolaryngoskop oder fiberoptisches Bronchoskop). In speziellen Fällen, z.B. bei einer lateralen Thorakotomie, werden die Lungen des Patienten mit einem besonderen Beatmungsschlauch (Doppellumentubus) seitengetrennt beatmet.

Neben den Anästhesien bei Herzoperationen führt die Abteilung für Kardioanästhesie Narkosen und Kreislaufüberwachung/-behandlung bei Schrittmacher- und Defibrillatorimplantationen (AICD), komplizierten Herzkatheteruntersuchungen, Katheterinterventionen am Herzen und bei Stenteinlagen an den großen Blutgefäßen im Brustkorb und Bauch durch.