Viele Störungen des Beckenbodens können konservativ, d.h. ohne Operation behandelt werden. Dazu ist oftmals nur eine kleine Änderung der Lebensgewohnheiten (z.B. Grad der körperlichen Belastung, Ernährung etc.) nötig. Teilweise führen wir die Beratungen vor Ort durch, teilweise leiten wir unsere Patientinnen an die richtigen Ansprechpartner weiter. Zu den konservativen Heilmethoden gehören:

  • Empfehlungen für das Trinkverhalten
  • Empfehlungen zur Vermeidung von Verstopfung
  • Spezielle Seminare durch unsere Urotherapeutin Frau Krüger
  • Medikamente (z.B. Hormonbehandlung nur der Scheide, Tabletten gegen starken Harndrang)
  • Pessartherapie (z.B. vaginale Siliconringe und -scheiben gegen Senkungs- und Blasenbeschwerden)
  • Hilfsmittelpläne, z.B. wenn Vorlagen benötigt werden
  • Anleitung zur Selbstkatheterisierung
  • Organisation von häuslicher Hilfestellung

Ein besonderer Schwerpunkt der nicht operativen Therapie liegt in der Physiotherapie. In den letzten Jahren haben funktionelle Erkenntnisse – wie die anatomischen und physiologischen Zusammenhänge zwischen Beckenboden, Bauchmuskulatur, Rückenmuskulatur und Zwerchfell – die Arbeit der Physiotherapeuten sehr verändert. Jede Therapie wird individuell auf die Patientin abgestimmt, wobei Atmung, Haltung, Einwirkung der Schwerkraft und das Alltagsverhalten eine wichtige Rolle spielen. Aus allen Bereichen der Physiotherapie, z.B. der funktionellen Bewegungslehre, der Therapie nach Brügger, der manuellen Therapie, der Atemtherapie, der Aromatherapie, der Reflexzonentherapie am Fuß und der Osteopathie fließen Techniken mit
ein und ermöglichen eine ganzheitliche Behandlung. Über die Sprechstunde kooperieren wir mit spezialisierten Physiotherapeuten in Hamburg und Schleswig-Holstein, so dass wir unsere Patientinnen gezielt weiterleiten können.