Neuropsychologen befassen sich mit der Diagnostik und Therapie von Leistungseinschränkungen des Gehirns.

Kernbereiche neuropsychologischer Diagnostik und Therapie:

  • Aufmerksamkeitsstörungen: Diese machen sich u. a. durch leichte Ablenkbarkeit, Unkonzentriertheit und verlangsamtes Reagieren bemerkbar
  • Lern- und Gedächtnisstörungen: Die Aufnahme und/ oder Speicherung neuer Informationen ist herabgesetzt oder unmöglich
  • Störungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit: Das schlussfolgernde und abstrakte Denken ist beeinträchtigt
  • Neglect und visuelle Explorationsstörung: Eine Raumhälfte wird unter Umständen bis zur völligen Ausblendung vernachlässigt. Der Betroffene lebt in einer „halben“ Welt
  • Räumliche Störungen: Abstände und Grössenverhältnisse können nicht richtig geschätzt werden. Räumliche Verhältnisse werden verzerrt wahrgenommen oder wiedergegeben
  • Zerebrale Sehstörungen: Durch Gesichtsfeldeinschränkungen, Doppelbilder usw. kommt es zu veränderten Seheindrücken
  • Planungs- und Handlungsstörungen: Mehrschrittige Abläufe können weder geplant noch ausgeführt werden, ohne dass Notwendigkeiten unberücksichtigt bleiben oder einzelne Handlungsschritte durcheinander geraten
  • Störungen der psychischen Befindlichkeit: Als Folge der Erkrankung kann es zu depressiven Verstimmungen, Trauer, Anspannungszuständen, Ungeduld, aber auch zu übersteigerter Hoffnung kommen