Der Enddarmkrebs, auch als Mastdarmkrebs oder Rektum-Karzinom bezeichnet, betrifft als Ursprungsort die  letzten 15 cm vor dem After. Der Enddarmkrebs bildet sich wie der Dickdarmkrebs generell häufig aus sog. Polypen, die entarten können und so die Ausbildung von Tumoren in der Darmschleimhaut bedingen. Eine Koloskopie (Darmspiegelung) mit der Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) führt zu einer sicheren Diagnose. Mit  Hilfe von Ultraschalluntersuchungen , insbesondere auch der Magnetresonanztomografie, lässt sich die Eindringtiefe des Tumors in die Muskulatur oder darüber hinaus bestimmen.

In aller Regel ist die Operation das Mittel der Wahl, wobei diese sehr häufig erst nach einer sog. neoadjuvanten Therapie  erfolgt. Eine neoadjuvante Therapie besteht aus Bestrahlung plus Chemotherapie und kann die Chancen erhöhen, den Krebs vollständig zu entfernen und dabei auch den Schließmuskel zu erhalten. Ist dieses einmal nicht möglich, so besteht in unserem Haus in ausgewählten Fällen die Möglichkeit, einen natürlichen Schließmuskelersatz zu bilden, der durch elektrische Impulse stimuliert wird.

Wie bei allen anderen Tumoren auch, kann der Enddarmkrebs Tochtergeschwülste bilden, die sog. Metastasen. Sind diese nur auf die Leber begrenzt, so ist nach einer vollständigen Entfernung der Krebszellen aus der Leber immer noch eine vollständige Heilung möglich.