Das Analkarzinom tritt relativ selten auf und betrifft entweder den Analkanal oder den Analrand. Leider  werden Symptome wie Juckreiz und Blutungen oftmals als harmlose Hämorrhoiden gedeutet und aus Scham nicht gegenüber einem Arzt angesprochen. Mit Hilfe einer Proktoskopie (Spiegelung des Analkanals) bzw. Rektoskopie (Spiegelung des Mastdarms) sowie einer feingeweblichen Gewebeuntersuchung (Histologie)  lässt sich Analkrebs sicher diagnostizieren. Die Ausbreitung und Ausdehnung des Tumors wird mit einer Ultraschalluntersuchung und weiteren Untersuchungen (Magnetresonanztomographie. Computertomographie) abgeklärt. Die chirurgische Entfernung spielt beim Analkarzinom eine untergeordnete Rolle. Lediglich Analrandkarzinome können bei entsprechender Größe chirurgisch ohne Schaden am Kontinenzorgan entfernt werden. Bei allen anderen Tumoren insbesondere auch bei Befall der Lymphknoten in Leiste oder Becken kommt eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie zum Einsatz (sog. Radiochemotherapie). Rechtszeitig erkannt, sind die Heilungschancen unter oben angegebener Therapiestrategie für das Analkarzinom sehr gut.