Die wichtigsten Fragen bei der Therapie des CUP-Syndroms sind:

  • Kann eine Verlängerung des Lebens erreicht werden?
  • Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?
  • Kann die Lebensqualität gehalten oder sogar verbessert werden?
  • Was passiert wenn keine ursächliche Therapie möglich ist?

Die Therapie des CUP-Syndroms richtet sich nach den Ergebnissen der Gewebeproben, dem Verteilungsmuster der Metastasen sowie dem Allgemeinzustand der Patienten. Zur Verfügung stehen Chemotherapien, Antikörpertherapien, Hormontherapien, operative Maßnahmen, die Nuklearmedizin, die Strahlentherapie und die sogenannte Supportivtherapie.

Lassen sich anhand der Diagnostik Rückschlüsse auf den Ursprungstumor ziehen, erfolgt die Behandlung entsprechend der Leitlinien des jeweiligen Tumors. Die Behandlung erfolgt also nach der wahrscheinlichsten Ursache.

Die Therapiemöglichkeiten beinhalten dann je nach vermutetem Tumor und der Ausbreitung eine Chemotherapie, Hormontherapien oder auch zielgerichtete Therapien mit modernen Antikörpern. Auch Patienten ohne Hinweise auf einen Ursprungstumor kann eine standardisierte Chemotherapie angeboten werden. Für diese werden Medikamente gewählt, die eine breite Wirkung haben, d.h. die bei verschiedenen Tumorarten wirksam sind.


Einzelne Metastasen können in einigen Fällen mit operativen Maßnahmen oder einer Strahlentherapie behandelt werden. Diese ist hauptsächlich bei schmerzhaften oder bruchgefährdeten Knochenmetastasen von Bedeutung. Im Falle einer Knochenmetastasierung kommen auch sogenannte Bisphosphonate zum Einsatz. Diese dienen zur Stärkung des Knochens und können zu einer besseren Kontrolle der Schmerzsymptomatik führen.

Die Entscheidung für eine Chemotherapie bei einem unbekannten Primärtumor fällt, wenn z.B. mehrere große Metastasen vorliegen, die Schmerzen verursachen oder auf andere Weise den Allgemeinzustand des Patienten stark beeinträchtigen.

Die Supportivtherapie beinhaltet alle Therapieformen, die der Kontrolle von krankheitsbezogenen Beschwerden und einer Wahrung der Lebensqualität dienen. Das sind neben der Strahlentherapie und den Bisphosphonaten auch eine angepasste Schmerzmedikation sowie die medikamentöse Behandlung psychischer Beschwerden und die Betreuung der Betroffenen im Rahmen einer psychoonkologischen Betreuung.


Die Supportivtherapie ist in allen Stadien der Erkrankung von zentraler Bedeutung. Eine besondere Rolle spielt sie jedoch in weit fortgeschrittenen Stadien in denen z.B. eine Chemotherapie aufgrund des Allgemeinzustandes nicht mehr möglich ist.

Die Behandlung des CUP-Syndroms erfolgt in der Regel ambulant. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Verläufe ist eine regelmäßige und engmaschige Betreuung der Patienten notwendig. Sie dient dem frühzeitigen Erkennen sich verändernder genereller Symptome wie Schmerzen, Übelkeit und Gewichtsverlust sowie von sozialen Problemen im häuslichen Umfeld. Stationäre Aufnahmen sind beispielsweise bei ambulant nicht kontrollierbaren Symptomen oder geplanten operativen Eingriffen erforderlich.


Kann man vorbeugen?

Da die Ursachen und Risikofaktoren des CUP-Syndroms nicht endgültig geklärt sind gibt es keine Empfehlungen zur Vorbeugung. Die Erforschung von Risikofaktoren ist Gegenstand laufender wissenschaftlicher Untersuchungen.