Bei einem Port (die ersten amerikanischen Modelle hießen „port-a-cath“ = tragbarer Katheter) handelt es sich um ein Zugangssystem in eine großvolumige Körpervene, die obere Hohlvene. Prinzipiell können durch ihn sowohl Blutproben entnommen werden, als auch (vor allem) Tropfinfusionen oder Spritzen gegeben werden.

Seit einiger Zeit verwenden wir nur noch so genannte Hochdruckports, bei denen auch unter höherem Druck Kontrastmittel für eine Röntgenuntersuchung gegeben werden kann.


Ein Portsystem besteht aus einer Portkammer und einem Katheterschlauch. Das gesamte Implantat liegt unsichtbar, aber fühlbar, unter der Haut, meistens im Bereich rechts unterhalb des Schlüsselbeines. Die Portkammer, welche aus einem Metallkörper und einer zentralen Silikonmembran besteht, wird von außen durch die Haut punktiert. Hierfür sind spezielle Nadeln verfügbar, so genannte Huber- oder Löffelschliff-Nadeln, welche die Silikonmembran nicht zerstören sondern nur verdrängen. Bis zu tausendmal kann eine solche Portkammer mit solchen Nadeln punktiert werden.


Der angeschlossene Katheter mit einer Länge von 20-25 cm kommt in der oberen Hohlvene zu liegen und besteht in den meisten Fällen ebenfalls aus Silikon. Über einen Konnektor ist der Katheter mit der Portkammer verbunden.