Zentralvenöser Portkatheter – „Port“

Längere Chemotherapie, kaputtgestochene Armvenen, ängstliche Patienten und medizinisches Personal, das verzweifelt nach intakten Venen sucht – Schreckensbild überwiegend vergangener Zeiten. Inzwischen haben wir über 30 Jahre Erfahrung im Umgang mit Systemen, dank derer sich verhältnismäßig einfach und gefahrlos aggressive Medikamente oder auch Ernährungslösungen in das Venensystem geben lassen. Man musste sich früher, waren die Venen an Arm, Handgelenk und Handrücken vernarbt, mit Katheterschläuchen behelfen, die am Hals oder am Fuß eingestochen wurden. Sie schränkten die Bewegungsfreiheit der Betroffenen dramatisch ein, und auch unter Gesichtspunkten der Hygiene waren sie hochproblematisch.

Moderne Portsysteme bieten demgegenüber entscheidende Vorteile. Vor allem wird der Port bei Nichtgebrauch vollständig durch die intakte Haut gegenüber der Umwelt versiegelt, so dass die üblichen Haut- und Umweltkeime viel seltener zu Infektionen führen. Inzwischen sind diese segensreichen Systeme perfektioniert worden und sie werden in verschiedenen Ausführungen allgemein verwendet.

Im Albertinen-Krankenhaus werden regelmäßig Ports eingesetzt. Woraus ein Port besteht, warum er nützt, und wie er eingebaut wird, erfahren Sie im Folgenden. Wie bei jedem Eingriff kann es auch bei der Implantation eines Portsystems zu Komplikationen kommen. Tatsächlich kann man dann mit dem Port, abgesehen von der Grundkrankheit, ein normales Leben führen. Er wird in der Regel nicht als Fremdkörper empfunden. Dennoch gibt es Empfehlungen zur weiteren Pflege

Prof. Dr. med. Guntram Lock

Chefarzt Innere Medizin, Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie