Die Wahl der Therapie hängt vor allem zunächst davon ab, zu welcher Sorte der Krebs gehört. Während man eine Gallenblase mit dem umgebenden Gewebe meist relativ einfach entfernen kann, ist dies beim Hauptgallengang schon schwieriger. Beim Krebs in der Leber kann prinzipiell ein Teil der Leber gut geopfert werden, häufig ist aber die gesamte Leber durch zum Beispiel eine Zirrhose schon schwer geschädigt. Um eine Heilung zu erreichen ist die operative Entfernung das Mittel der Wahl.

Operation: Hat der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose keine oder nur vereinzelte Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen gebildet, ist eine komplette operative Entfernung des Tumorgewebes möglich.


Bei der Gallenblase werden neben der Blase selbst das umgebende Lebergewebe und das Lymphgewebe in der Leberpforte entfernt. Beim mittleren Hauptgallengang wird dieser mit dem umgebenden Lymphgewebe entfernt und durch Dünndarm gewissermaßen ersetzt. Nach Entfernung des Ganges wird ein Dünndarmabschnitt ausgekoppelt und mit dem Gallengang in der Leberpforte verbunden. Zuvor lassen wir den Schnittrand des Gallenganges auf seine Tumorfreiheit unter dem Mikroskop untersuchen. Beim unteren Gallengang wird in der Regel nach Whipple operiert, das heißt, dass auch der Zwölffingerdarm und der Bauchspeicheldrüsenkopf entfernt werden.

Strahlentherapie: Eine Strahlentherapie kann das Wachstum des Tumors verhindern, ihn jedoch nicht vollständig entfernen. Der Einsatz einer kombinierten Chemo- und Strahlentherapie kann auch vor einer Operation eingesetzt werden, um den Tumor zu verkleinern und dadurch die Resultate der Operation zu verbessern (neoadjuvante Radiotherapie).


Chemotherapie: In fortgeschrittenen Stadien kann der Patient von einer Chemotherapie profitieren. Dies ist eine individuelle Entscheidung, die immer gemeinsam mit den behandelnden Ärzten und dem Patienten getroffen werden sollte. Eine Empfehlung hierzu wird im Albertinen-Krankenhaus nach intensiver Begutachtung von unserer interdisziplinären Tumorkonferenz abgegeben.

Palliative Therapie: Falls der Tumor für eine Operation zu weit fortgeschritten ist, muss es das Ziel sein, die Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und die Lebenszeit zu verlängern. Da insbesondere ein Rückstau der Gallenflüssigkeit in die Leber Probleme (s.o.) verursacht, besteht die Möglichkeit, eine Ableitung operativ anzulegen, ein Röhrchen (Stent) per Spiegelung einzubringen oder aber eine Ablaufdrainage von außen in die Leber einzubringen.