Die Behandlungsmöglichkeiten hängen vor allem von der Ausbreitung und dem feingeweblichen Typ der Erkrankung ab und sie stützen sich auf drei Säulen, nämlich Operation, medikamentöse Therapie und Strahlentherapie.

Die Operation ist Mittel der Wahl, sofern die Untersuchungen keine Tumorausbreitung in andere Organe zeigen, eine vollständige Entfernung des Tumors durch den Eingriff erreicht werden kann und der Patient ausreichend gesund ist, um eine Operation zu überstehen. Der häufigste Eingriff beim Lungenkarzinom ist die Entfernung eines Lungenlappens (Lobektomie).


Zumeist wird der Eingriff durch eine Eröffnung des Brustkorbes unter Spreizen des Zwischenrippenraumes (Thorakotomie) durchgeführt. Die chirurgische Behandlung eines Lungenkarzinoms im frühen Stadium kann eine Heilung der Erkrankung bedeuten.


Die Chemotherapie wird häufig zusätzlich zur Operation eingesetzt um die Möglichkeit einer vollständigen Heilung zu erhöhen (adjuvante Therapie). Daneben kommt die Chemotherapie in der Behandlung des fortgeschrittenen Lungenkarzinoms zum Einsatz wobei hier die Symptomlinderung, die Verbesserung der Lebensqualität und eine Lebensverlängerung im Vordergrund stehen (palliative Therapie).

Die Strahlentherapie wird entweder alleinig bei umschrieben wachsendem Tumor ohne Tumorabsiedlungen, der aus anderen Gründen operativ nicht entfernt werden kann oder als Bestrahlung nach einer Operation bei Befall bestimmter Lymphknoten durchgeführt. Auch isolierte Knochen- oder Hirnmetastasen können gut mittels Strahlentherapie behandelt werden.