Wenn durch die Biopsie der Nachweis eines Prostatakrebses erfolgt ist, richtet sich die zu empfehlende therapeutische Option neben den in der Mikroskopie gestellten Befunden nach der Lebenserwartung bzw. dem Alter der Patienten bei Behandlungsbeginn unter Berücksichtigung der Begleiterkrankungen.

Wir entscheiden mit Ihnen gemeinsam, welche Behandlung in Ihrem Falle die beste Therapie darstellt.


Folgende Behandlungsmethoden werden aktuell für die Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt:

  • Abwartendes Verhalten
  • Operation mit Entfernung der Prostata, Samenblasen und Lymphknoten (Prostatektomie, offen oder roboterassistiert)
  • Strahlentherapie
  • Hormontherapie
  • Chemotherapie
  • Immuntherapie
  • Radionuklidtherapie

Welche Therapie durchgeführt wird, hängt davon ab, ob der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose noch auf die Prostata begrenzt ist oder bereits gestreut hat.

Grundlage für die Therapieentscheidung sind die S3-Leitlinie Prostatakarzinom und die Leitlinien der Europäischen Urologenvereinigung (European Association of Urology), die federführend von der Deutschen und der Europäischen Gesellschaft für Urologie herausgegeben wurden, regelmäßig auf den aktuellsten Stand gebracht werden und die Therapien auf Basis der aktuellen Studienlage empfehlen (Evidence Based Medicine).