Zur Entstehung des Hodenkrebses sowie der Risikofaktoren ist heute das folgende bekannt:

Fehlentwickung der Keimdrüsen (gonadale Dysgenesie): In der vorgeburtlichen Entwicklungsphase entstehen Krebs-Vorläuferzellen (testikuläre intraepitheliale Neoplasie - kurz: TIN). Diese verbleiben zunächst in einem Ruhezustand. Unter Hormoneinfluss in der Pubertät entwickeln sich Krebszellen, die beim erwachsenen Mann zum Ausbruch der Erkrankung führen.

Hodenhochstand: Während der Entwicklung im Mutterleib werden die Hoden in der Bauchhöhle des Kindes ausgebildet und wandern ab dem etwa siebten Schwangerschaftsmonat in den Hodensack. Bleibt dieser Entwickungsschritt aus (Maldeszensus testis: fehlerhafter Abstieg des Hodens in den Hodensack) spricht man von einem Hodenhochstand.

Positive Familienanamnese: Es besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Brüdern und Söhnen erkrankter Männer.

Kontralateraler KZT: Patienten, die bereits an Hodenkrebs erkrankt waren, haben ein hohes Risiko, einen Hodenkrebs der Gegenseite zu erleiden.

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