Ein Tumor der Niere, welcher 2–3 Zentimeter durchmisst, kann bereits mit dem Ultraschall diagnostiziert werden. Es schließen sich aber zur genaueren Beurteilung und zur Metastasensuche (das sog. Staging) eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Bauchraumes an. Zur Beurteilung der Lunge genügt bei kleinen Tumoren ohne Organmetastasen oder Lymphknotenmetastasen zunächst eine konventionelle Röntgenaufnahme des Brustkorbs. Zum Zeitpunkt der Erstdiagnosestellung sind bei ca. 20–30 % der Patienten Metastasen nachweisbar.


Die endgültige Diagnose kann schließlich nur durch die feingewebliche Untersuchung der Niere oder des Tumors nach der Operation gestellt werden.

Auf eine Nadelpunktion des Tumors zur Sicherung einer Gewebeprobe, wie es beispielsweise bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms üblich ist, sollte im Falle eines Nierentumors verzichtet werden, da die Gefahr einer Aussaht von Tumorzellen im Einstichkanal zu groß ist.


Erfreulicherweise werden Nierenkarzinome durch die immer besser werdende Auflösung der bildgebenden Diagnoseverfahren (CT, MRT, Ultraschall) meist im Frühstadium entdeckt.