Zur Diagnosesicherung eines bösartigen Tumors der Harnblase erfolgt eine Blasenspiegelung in Narkose (Vollnarkose bzw. Rückenmarksanästhesie), wobei der Blasentumor mit einer elektrischen Schlinge oder mittels Laser (transurethrale Blasentumorresektion - TUR-Blase) abgetragen wird. Neben dem sichtbaren Tumor werden zusätzlich Proben aus dem Tumorgrund und den Tumorrändern entnommen, um nach feingeweblicher Begutachtung des Gewebes eine Aussage über die Art und das Ausmaß des Tumors zu erhalten. Wenn durch den feingeweblichen Befund ein Befall der Muskulatur der Harnblase bewiesen wird oder trotz der medikamentösen Therapie erneut ein oberflächlicher aggressiver Tumor entstanden ist, ist eine Heilung durch die transurethrale Resektion nicht mehr möglich. In diesen Fällen bietet die vollständige Entfernung der Harnblase (Zystektomie) die besten Heilungsaussichten.


Dieses ist mittels einer größeren Operation möglich, sowohl mittels offener Schnittoperation oder einem minimalinvasiven, schonenderen Verfahren. Dieses kann auch durch das Robotersystem „daVinci“ unterstützt werden. Diese Methoden werden alle im Albertinen-Krankenhaus angeboten, wir bevorzugen aufgrund der Vorteile für die Patienten die roboterassistierte Methode, jedoch immer in Gesamtzusammenschau der Patienten, seiner Erkrankung und Vorgeschichte.


Sollte der Tumor Metastasen gebildet haben, also gestreut haben, ist in der Regel eine Heilung mittels Operation nicht mehr möglich, dennoch hat man sowohl mit einer Chemotherapie, als auch einer Immuntherapie die Möglichkeit, den Tumor auszubremsen und die durch ihn verursachten Symptome zu reduzieren. So kann ein längeres erfülltes Leben mit dem Tumor erreicht werden.