Ein Gebärmutterkrebs macht in der Regel nicht durch Schmerzen auf sich aufmerksam. Blutungen aus der Scheide nach den Wechseljahren (postmenopausale Blutung), unregelmäßige Zwischenblutungen vor den Wechseljahren oder plötzlich ungewohnt starke Regelblutungen können aber auf eine Vorstufe oder einen Gebärmutterkrebs hinweisen. Zwar muss nicht jeder Abweichung vom gewohnten Zyklus und nicht jeder Blutung nach den Wechseljahren ein Gebärmutterkrebs zugrunde liegen, im Gegenteil haben diese Symptome meist harmlose Ursachen. Doch auch wenn Blutungen nach den Wechseljahren nur bei einer von zehn Frauen tatsächlich auf ein Endometriumkarzinom zurückzuführen sind, sollten Sie diese Warnsignale unbedingt immer ernst nehmen und sofort Ihren Frauenarzt aufsuchen.


Zu den dann weiter notwendigen Untersuchungen gehören neben der Klärung wichtiger Fragen („In welchen Abschnitten traten die Blutungen aus der Scheide auf?", „Wie lange liegt die letzte Blutung zurück und wie stark war sie?", „Wie fühlen Sie sich?", „Haben Sie ungewollt abgenommen?", „Haben Sie Schmerzen?") die gründliche frauenärztliche Untersuchung sowie der Ultraschall von der Scheide aus (vaginaler Ultraschall und Farbdoppler). Damit kann der Frauenarzt die Dicke der Gebärmutterschleimhaut messen und Veränderungen im Gebärmutterkörper, an den Eileitern, den Eierstöcken oder am Gebärmutterhals erkennen.

Eine sichere Diagnose eines Gebärmutterkrebses ist allein per Ultraschall aber nicht möglich. Dafür müssen wir eine Gewebeprobe entnehmen und im Labor auf veränderte Zellen und Gewebe untersuchen. Wir führen dazu eine ambulante Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit portionierter Ausschabung (fraktionierte Abrasio) aus verschiedenen Bereichen der Gebärmutter durch. Der Eingriff selbst dauert nur einige Minuten. Da wir ihn wird aber unter Narkose durchführen müssen, bleiben Sie nach der Ausschabung noch einige Stunden bei uns und sollten sich dann möglichst abholen lassen. Das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung liegt nach wenigen Tagen vor.


Ist ein Tumor bereits größer und in benachbartes Gewebe und Organe eingewachsen, kommen oft weitere Symptome hinzu wie ungewollter Gewichtsverlust, chronische Unterleibsschmerzen, eitriger Ausfluss aus der Scheide, Blutungen aus Blase und Enddarm, Unregelmäßigkeiten beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang sowie Schwellungen an den Beinen durch Störungen des Lymphabflusses. Diese Anzeichen können aber auch andere Ursachen haben und auf andere Krankheiten hinweisen.

Wichtig: Blutungen treten bei einem Gebärmutterkrebs oft schon in einem frühen Stadium auf. Das bietet die Chance, die Krankheit früh zu erkennen und zu heilen.