Die Gebärmutter liegt zwischen Blase und Mastdarm im Becken der Frau. Sie wird in der medizinischen Fachsprache auch als Uterus bezeichnet, und hat – sofern nicht gerade ein Kind in ihr heranwächst – in etwa die Form und Größe einer kleinen Birne (7-8 cm). Als Gebärmutterhals (Zervix uteri) wird das röhrenförmige untere Drittel der Gebärmutter bezeichnet, in dem sich die Gebärmutterhöhle zum sogenannten Zervikalkanal verengt. Wie die ganze Gebärmutter besteht der Gebärmutterhals aus Bindegewebe und Muskulatur und ist innen mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Am unteren Ende ragt der Gebärmutterhals mit dem Muttermund (Portio vaginalis) in den oberen Teil der Scheide hinein. In diesem Bereich ist die Schleimhaut flacher als in der Gebärmutter und besteht aus sogenanntem Plattenepithel, das mechanischer Belastung besser standhält und sich regelmäßig erneuert, sowie Drüsenzellen, die einen zähen Schleim produzieren. Der Schleim stellt im Muttermund eine Barriere dar, die die Gebärmutterhöhle vor Keimen aus der Scheide schützt. Unter dem hormonellen Einfluss während der fruchtbaren Tage und der Menstruation wird der Schleim dünnflüssig und durchlässig, der Muttermund öffnet sich um einige Millimeter. Bei einer Schwangerschaft verfestigt sich der Schleim dagegen zu einem Pfropf, der den Muttermund bis zur Geburt fest verschließt.


Bei einem Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) entarten in den meisten Fällen Zellen des Plattenepithels. Als häufigste Ursache gilt die Infektion mit bestimmten Typen (16 und 18) des humanen Papilloma Virus (HPV), die über Krebsvorstufen und einen Zeitraum von sieben bis zehn Jahren zur Entwicklung eines Zervixkarzinoms führen kann. Aber auch Rauchen und andere genitale Infektionen sind wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung eines Gebärmutterhalskrebses.


Zunächst beschränkt sich das Zervixkarzinom auf den Gebärmutterhals und wächst auf der Oberfläche und in die Tiefe. Erst in späteren Krankheitsstadien wächst der Tumor in Nachbarorgane wie Blase und/oder Darm ein und schließlich kommt es zur Bildung von Metastasen in anderen Organen, vor allem Lunge und Leber.