Die Symptome eines Eierstockkrebses sind oft unspezifisch. Das bedeutet, sie können auch bei vielen anderen, teilweise harmlosen Erkrankungen vorkommen und werden deshalb nicht gleich mit einer Krebserkrankung in Verbindung gebracht. Viele betroffene Frauen fühlen sich generell müde, abgespannt und leistungsschwach oder klagen über Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Verstopfung. In einem fortgeschrittenen Stadium kann ein Ovarialkarzinom eine sogenannte Bauchwassersucht (Aszites) hervorrufen. Diese Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle oder auch ein sehr großer Tumor selbst können zu einer deutlichen Zunahme des Bauchumfanges führen, oft bei gleichbleibendem Körpergewicht oder sogar Gewichtsabnahme. Mitunter treten auch Blutungsstörungen auf, etwa jede vierte betroffene Frau berichtet über Blutungen aus der Scheide.


Haben Sie den Verdacht, Sie könnten einen Eierstockkrebs haben, sollten Sie keine Zeit verlieren und sich schnellstmöglich beim Frauenarzt untersuchen lassen. Er wird zunächst Ihre Bauchdecke und Ihre Geschlechtsorgane sorgfältig nach spürbaren Tumoren abtasten. Dann folgt die Ultraschalluntersuchung des Bauches und über die Scheide, mit der sich die Vergrößerung des Eierstocks und gegebenenfalls auch die Größe und grobe Beschaffenheit eines Tumors darstellen lassen. Daneben werden die Tumor-Marker CA-125 und CA 19-9 bestimmt. Das ist vor allem für die spätere Kontrolle des Krankheitsverlaufes wichtig.


Bei der Suche nach Metastasen im Bauch und im Brustkorb können Computer- und Kernspintomographie hilfreich sein. Mit letzter Sicherheit lässt sich ein Eierstockkrebs aber nur durch eine Operation mit feingeweblicher Untersuchung des entnommenen Gewebes diagnostizieren.