Das Albertinen-Darmzentrum ist ein Zusammenschluss von Fachexperten unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen und weiterer Berufsgruppen im ambulanten und stationären Bereich, der eine Behandlung des Darmkrebses auf höchstem Niveau ermöglichen soll. Derzeit werden im Albertinen-Krankenhaus jährlich etwa 100 Patienten mit der Ersterkrankung eines kolorektalen Karzinoms (DickdarmkrebsEnddarmkrebsAnalkarzinom) behandelt.

Aktive Rolle des Patienten

Als Darmzentrum wollen wir eine optimale Versorgung von Patienten mit Darmkrebs gewährleisten. Wir erreichen dieses Ziel durch die Integration und Optimierung der Teilbereiche Vorsorge, Früherkennung, Diagnostik, operative, systemische und radio- onkologische Therapie sowie der Nachsorge. Mittelpunkt unseres Handelns ist der an Darmkrebs erkrankte Mensch, der alle notwendigen Behandlungsprozesse optimal aufgeklärt, betreut und zeiteffektiv durchlaufen soll. Wir wünschen uns eine aktive Rolle des Patienten bei der Entscheidungsfindung und Durchführung von Diagnostik und Therapie seiner Darmkrebserkrankung. Dabei fördern wir die Integration von Angehörigen in diese Prozesse und die Stützung des psychosozialen Umfeldes.

Tumorkonferenz

Wir arbeiten interdisziplinär zusammen und stimmen unsere Prozesse räumlich und zeitlich auf die Bedürfnisse des Patienten ab. Dieses findet u.a. Ausdruck in der wöchentlichen Tumorkonferenz, in der die Spezialisten fachübergreifend die bestmögliche Behandlung des Patienten diskutieren und in Rücksprache mit dem Patienten verbindlich festlegen.

Leitlinien

Die Behandlung erfolgt auf der Basis von Empfehlungen und Leitlinien, die von nationalen und internationalen Expertengremien erarbeitet wurden und auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen (sog. S3-Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft).

Studien

Wir fördern klinische Studien auf dem gesamten Gebiet der Darmkrebsforschung sowie wissenschaftliche Kooperationsprojekte mit anderen Kliniken bzw. Laboreinrichtungen. Um eine weitergehende Verbesserung von Therapiekonzepten beim Darmkrebs sicher zu stellen, bieten wir den Patienten die Teilnahme an nationalen und internationalen Studien an.

Solche Studien kommen übrigens nicht nur zukünftigen Generationen zugute. Untersuchungen zeigen vielmehr, dass die Überlebenschancen von Patienten steigen, wenn sie an klinischen Studien teilnehmen. Die Anzahl der in Studien eingeschlossenen Patienten gilt als Qualitätskriterium eines Darmzentrums und wird jährlich ausgewertet.

Qualität

Die Ergebnisse unserer Behandlung werden kontinuierlich überprüft und für unsere Kooperationspartner und die Öffentlichkeit transparent gemacht. Die eingesetzten Erhebungsinstrumente umfassen eine detaillierte, speziell für Darmkrebspatienten entwickelte medizinische Dokumentation, Komplikationsbögen, Zufriedenheitsbefragungen und Beschwerdeerfassung.

Die regelmäßige Fortbildung der einzelnen Mitarbeiter und der offene Wissensaustausch zwischen den Behandlungspartnern sind für uns selbstverständlich und stellen die Grundlage für die Optimierung unserer Qualität dar.

Zertifikat

ZERTIFIKAT Kompetenzzentrum für Chirurgische Koloproktologie

Tumorkonferenz

Wöchentliche Ärzte-Konferenz verschiedener Fachrichtungen zu interdisziplinären Fallbesprechungen (auch offen für Niedergelassene Ärzte). Dienstags, 7:30 Uhr (Brustzentrum, Gynäkologische Onkologie) und Donnerstags, 16 Uhr (Darmzentrum, allgemeine Onkologie, Hämatologie) 

Prof. Dr. med. Guntram Lock

Chefarzt Innere Medizin, Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie