Ein besonderer Schwerpunkt der orthopädischen Versorgung im Albertinen-Krankenhaus sind die Gelenkersatz-Operationen (Endoprothetik) an Schulter, Hüfte und Knie. Hierbei profitieren insbesondere Patienten mit schweren Herz- oder Lungen-Erkrankungen von den Möglichkeiten einer modernen intensiv-medizinischen Überwachung sowie sehr schonenden Narkoseverfahren.

Ebenfalls hervorzuheben ist die hohe kardiologische und neurologische Expertise durch die benachbarten Fachabteilungen. Dieses ermöglicht auch operative Eingriffe bei älteren bis sehr alten Patienten mit Begleiterkrankungen, die bis vor wenigen Jahren noch nicht hätten operiert werden können. Auch Wechseloperationen können so noch im hohen Alter durchgeführt werden.

Verwendet werden zumeist moderne knochensparende Titan-Implantate mit nahezu abriebfreien Kunststoffen. Die Mobilisation beginnt noch am OP-Tag. In der Regel dürfen die Implantate sofort voll belastet werden, so daß unsere Patienten frühzeitig wieder ohne Gehhilfen laufen können. Unsere Op-Technik ist mittleriweise so wenig invasiv, daß nur in Ausnahmefällen noch Blutübertragungen nötig sind. Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa eine Woche. Im Anschluss folgt eine zwei- bis dreiwöchige stationäre oder auch  ambulante Rehabilitation, die vom hauseigenen Reha-Service vermittelt wird. Jährlich werden in der Orthopädie des Albertinen-Krankenhauses über 300 Knie- und über 300 Hüft- Endoprothesen Implantationen durchgeführt.

Seit 2015 beteiligen wir uns an dem bundesweiten Endoprothesenregister, in dem relevante Daten zu Knie- und Hüftgelenksimplantationen anonym gesammelt werden. Dieses dient der Patientensicherheit sowie der Qualitätssicherung.