Medikamentös

2012 wurde Ulipristalacetat (ESMYA ®) zugelassen zur Therapie symptomatischer Myome. ESMYA® stoppt schnell stärkere Blutungen und kann auch eine Schrumpfung von Myome verursachen. Es kann zum Beispiel vor einer Operation eingesetzt werden, um die Blutwerte durch einen Stop der Blutungen zu verbessern.

Nachdem ESMYA® ursprünglich nur für eine dreimonatige Therapie zugelassen war, darf dieser dreimonatige Zyklus mittlerweile beliebig oft wiederholt werden, man nennt diese Therapieform dann Langzeit-Intervall-Therapie (LIT). Sie eignet sich vor allem für Frauen, bei denen die Wechseljahre in absehbarer Zeit bevorstehen.

Operativ

Per Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) können intracavitäre und submuköse Myome abgetragen werden. Wir benutzen dazu die moderne bipolare Technik mit Kochsalzlösung als Spüllösung, die deutlich seltener zu Komplikationen führt als die häufig eingesetzte klassische Spüllösung. In einigen Fällen nutzen wir ein ganz neues Verfahren, die Plasmavaporisation, zur besonderen Schonung der Gebärmutterschleimhaut bei Kinderwunsch. Per Bauchspiegelung (Laparoskopie) werden die Myome über mehrere wenige Millimeter große Einschnitte operiert. Diese Operation gehört zu den technisch anspruchsvolleren Operationen und sollte nur an einem Zentrum mit entsprechender Erfahrung durchgeführt werden. Sie bietet sich vor allem für Patientinnen an, die Kinderwunsch haben und wird in unserem Zentrum ca. 120mal pro Jahr durchgeführt.
Per Bauchschnitt (Laparotomie) werden Myome, die größer als 8 cm sind oder die für den laparoskopischen Zugang ungünstig liegen, über einen kleinen Bauchschnitt, ähnlich dem Kaiserschnitt, entfernt. Der Krankenhausaufenthalt dauert meist zwei bis drei Tage, nach drei Monaten kann wieder eine Schwangerschaft angestrebt werden.

Gebärmutter-Teilentfernung

Bei Frauen, deren Familienplanung abgeschlossen ist und die keinen Wunsch nach Erhalt der Gebärmutter haben, gibt es die Möglichkeit, die Gebärmutter oder auch nur den Gebärmutterkörper zu entfernen. Dies kann in den meisten Fällen per Bauchspiegelung (Laparoskopie) erfolgen, der Gebärmutterhals wird dabei erhalten, die sog. laparoskopische, supracervikale Hysterektomie (LASH). Sollte die Gebärmutter zu groß oder zu unbeweglich sein, um sie per Laparoskopie zu entfernen, wird ein kleiner Bauchschnitt durchgeführt. Auch hierbei erhalten wir in der Regel den Gebärmutterhals.

Myomembolisation

Bei dieser Methode werden Kunststoffpartikel über einen dünnen Katheter in die zuführenden Blutgefäße der Myome gespritzt. Diese Partikel verstopfen die feinsten Gefäße, so dass die Myome keinen Sauerstoff mehr erhalten und das Gewebe abstirbt. Indikation, Vorbereitung und Betreuung nach dem Eingriff erfolgt in unserem Zentrum durch die Frauenärztinnen und -ärzte, der Eingriff selbst wird von unseren spezialisierten interventionellen Radiologen durchgeführt und dauert etwa zwei Stunden. Eine Embolisation wird von der Deutschen Konsensuskonferenz bei Kinderwunsch nicht empfohlen.