Akne Inversa / Hidradenitis suppurativa

Bei der Akne Inversa handelt es sich um eine Hauterkrankung, die besonders im Bereich des Afters med. Anus), in den Leisten und in den Achselhöhlen auftritt. Bei Frauen sind zudem die Brüste betroffen. Es bestehen viele Entzündungen mit Eiterbläschen (Abszesse), die durch Gänge (Fisteln) miteinander verbunden sind. Die Entzündungen gehen von den Talgdrüsen und Haarwurzeln aus. Durch einen langen Krankheitsverlauf dehnt sich der Befund in der Fläche zunehmend aus. Stark begünstigt wird der Krankheitsverlauf durch Tabakkonsum, weshalb nahezu alle Erkrankten Raucher sind oder waren.

Symptome

Die Patienten beklagen häufig wiederkehrende und nicht abheilende, kleine und große Abszesse in den Leisten, am Anus, unter den Achseln und unter den Brüsten.

Diagnostik

Wesentlich sind die Beschwerden des Patienten (Anamnese) und eine proktologische Untersuchung, also eine Untersuchung des Afterbereiches.

Behandlungsmöglichkeiten
Versuche die Erkrankung mit Desinfektion oder Antibiotika zu heilen, schlugen in der Vergangenheit fehl. Dies stellt lediglich eine begleitende Maßnahme zur chirurgischen Therapie dar.

Eine Akne Inversa sollte möglichst im Anfangsstadium behandelt werden. Hierbei werden alle erkrankten Hautanteile entfernt und die Wunde in der Regel offen belassen. In wenigen Fällen kann eine plastische Deckung notwendig sein.

Wünschenswert ist der Nikotinverzicht der betroffenen Patienten, um ein erneutes Auftreten der Erkrankung zu unterbinden.

Nach der Therapie

Im Anschluss an die Operation schließt sich eine oft langwierige Phase der Wundheilung an. Da die Wunden in der Regel offen belassen werden, müssen diese täglich versorgt werden. Dies wird durch den Patienten erlernt, so dass ein eigenständiger Verbandwechsel möglich ist.

Schmerzen bestehen häufig nur in den ersten Tagen nach der Operation. Die Wundflächen heilen trotz der zum Teil beeindruckenden Größe gut. Es bedarf jedoch seitens des Patienten und des Behandlers viel Geduld, da bis zu einem vollständigen Verschluss der Wunde viele Wochen bis Monate vergehen können.

Für ein beratendes Gespräch stehen wir Ihnen in unserer speziellen Sprechstunde gerne zur Verfügung.

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