Operieren über kleinste Hautschnitte? – Wie geht das?

Anders als in der konventionellen oder „offenen Chirurgie“ benötigen wir bei minimalinvasiven Techniken mehrere kleine Hautschnitte (3-12 mm). Die jeweilige Anzahl der Schnitte variiert hierbei je nach Erkrankung und Operation.

Über einen der Schnitte wird eine Optik, welche über eine HD-Kamera mit einem Bildschirm verbunden ist, in den Bauchraum oder den Brustkorb eingeführt. Aufgrund dessen, dass die Bauchdecke den Eingeweiden normalerweise direkt aufliegt, ist es bei einer Bauchspiegelung notwendig, vor Einbringen einer Optik, den Bauchraum mit einem Gasgemisch zu füllen. Hierdurch hebt sich die Bauchdecke von den Eingeweiden ab und es entsteht eine Raum zum Sehen und Arbeiten, wobei die Visualisierung in HD-Qualität und mit Vergrößerungseffekt erfolgt.

Über die übrigen Schnitte werden nun spezielle Arbeitsinstrumente eingeführt, welche uns das Operieren im geschlossenen Bauchraum oder Brustkorb ermöglichen. Hierbei unterscheidet sich das eigentliche operative Vorgehen nur minimal von einem offenen Verfahren. Gerade bei bösartigen Erkrankungen gelten natürlich weiterhin die grundsätzlichen onkologischen Kriterien. Hier darf es keine Abweichungen zu Gunsten einer bestimmten Operationsart geben.

Grundsätzlich ist aufgrund der Rahmenbedingungen bei einer minimal invasiven Operation (Gasinsufflation in den Bauchraum, etc.) stets eine Vollnarkose notwendig.

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