Das geriatrische Assessment beinhaltet eine standardisierte, multidimensionale, möglichst interdisziplinäre Erfassung von gesundheitlichen Problemen, funktionellen Einschränkungen und Reserven unter aktiver Einbeziehung eines älteren Patienten zur Einschätzung von Prognose und Therapiezielen sowie Erstellung eines Behandlungs- und Versorgungsplanes. Dabei sind körperliche, kognitive und psychosoziale Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Während für das Assessment von multimorbiden, funktionell eingeschränkten Patienten in der medizinisch-geriatrischen Klinik seit längerem eine Vielzahl von bewährten Instrumenten für Basis- und vertiefenden Untersuchungen vorliegen, werden gegenwärtig für andere Zielgruppen adäquate Instrumente und Zugangsformen entwickelt wie z.B. Instrumente zur Erfassung von Schmerzen bei dementiell Erkrankten im Pflegeheim oder Instrumente zur Planung von vorbeugenden Interventionen bei selbständig lebenden Senioren (Aktive Gesundheitsförderung im Alter, präventive Hausbesuche).

Ausgewählte Publikation:
Renteln-Kruse von W (Hrsg): Medizin des Alterns und des alten Menschen. Steinkopff Darmstadt 2004

Renteln-Kruse von W, Schäperkötter D, Preis C, Rösler A: Geriatrische Rehabilitation. In: Morfeld M, Mau W, Jäckel W.H. Koch U (Hrsg): Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren. Urban & Fischer, München, Jena 2007