Bereits seit 1981 sind im Albertinen-Haus ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz. Initiiert von Pastor Harold Eisenblätter starteten elf Damen und Herren aus der Wohnanlage nach eingehender Einführung einen Besuchsdienst bei den Patienten in der Klinik.

Daraus entwickelten sich in kurzer Zeit weitere Gruppen, in denen heute etwa 80 Ehrenamtliche tätig sind und dem Dachverband der EKH = Evangelische Krankenhaushilfe e.V. mit Sitz in Bonn angeschlossen sind.

Der Dienst in der EKH ist im christlichen Sinne ein freiwilliger Dienst für den Nächsten und beruht auf der Basis gegenseitigen Vertrauens in der jeweiligen EKH-Gruppe und in Absprache mit der Geschäftsleitung. Ehrenamtliche übernehmen keine Aufgaben, die Mitarbeiter/innen von einem bezahlten Arbeitsplatz verdrängen.

Voraussetzung für den Dienst im Ehrenamt sind Kontaktfreude, Rücksichtnahme, Verständnis, Toleranz und Geduld sowie die Bereitschaft, sich auf kranke, behinderte, ältere Mitmenschen einzustellen.

Lotsendienst

Der Lotsendienst hat seinen Platz am Haupteingang, ist Montag bis Freitag vormittags von 8.30 bis 12.00 Uhr und nachmittags (außer freitags) von 13.30 bis 16.00 Uhr dienstbereit.

  • Hauptaufgabe ist die termingerechte Begleitung von Patienten (im Rollstuhl, am Gehwagen, zu Fuß) von der Station zu den entsprechenden Therapien/Therapie-Räumen und zurück;
  • Hilfestellung bei ankommenden Patienten und bei denen, die entlassen werden (Gepäckbeförderung etc.);
  • wir weisen Angehörigen und Besuchern den Weg und haben ein wachsames Auge für und auf alles, was Hilfe nötig haben könnte.

Die Ehrenamtlichen im Lotsendienst tragen grüne Kittel, sind für Patienten daran zu erkennen und werden deshalb auch "Grüne Damen" genannt.

 


Bücherdienst

Von Montag bis Freitag öffnen die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Bücherdienst ihre gut sortierte Bibliothek. Mit einem mobilen Bücherwagen gehen sie außerdem regelmäßig über die Stationen der Medizinisch-Geriatrischen Klinik und bieten Bücher zum kostenlosen Ausleihen an. Oft ergeben sich dabei auch schöne Gespräche, sehr oft steht darin gar nicht so sehr die Literatur im Mittelpunkt....

Die Bibliothek wurde um zahlreiche Großdruck-Ausgaben, Hörbücher und Musik-CDs erweitert. Die entsprechenden Abspielgeräte kann man ebenfalls ausleihen. Gerade Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung gar nicht mehr oder vorübergehend nicht mehr lesen können, erhalten so die Möglichkeit, etwas Abwechslung in ihren Aufenthalt zu bringen.

Öffnungszeiten der Bibliothek

Montag 15-17.00 Uhr
Dienstag 10-13.00 Uhr und 15-17.00 Uhr
Mittwoch 15-17.00 Uhr
Donnerstag 12-17.00 Uhr
Freitag 15-17.00 Uhr

Besuchsdienst

Besuch bekommen tut gut. Aber was, wenn die Angehörigen weit weg wohnen? Oder selbst gebrechlich sind? Und wenn aus diesen oder anderen Gründen nur selten oder gar kein Besuch kommen kann? Dafür gibt es im Albertinen-Haus den Besuchsdienst.

Die ehrenamtlichen Helfer kommen mit viel Zeit zum Zuhören und Hinhören in die Patientenzimmer. Ihre mitmenschliche Nähe, Zuwendung und Aufmerksamkeit können hilfreich und tröstlich sein, wenn ein Patient sich Sorgen macht und Ängste hat. Manchmal ist es sogar leichter, sich einem fremden Menschen mitzuteilen, hat die Erfahrung gelehrt.

Der Besuchsdienst liest Ihnen auf Wunsch auch vor oder - das entsprechende Talent vorausgesetzt - singt und musiziert. Bei schönem Wetter kann ein Ausflug durch den Garten, bei schlechtem Wetter durch das Haus Abwechslung ins Patientenleben bringen. Oder Sie suchen gemeinsam unsere Bibliothek auf - ein Tipp: Dort gibt es auch Hörbücher und die entsprechenden Abspielgeräte!

Der Besuchsdienst wird auch für unseren Bewohner des Pflegeheims angeboten.

Bitte informieren Sie sehr gerne die Pflegekräfte auf Ihrer Station, wenn Sie von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter Besuch erhalten möchten.


Sterbebegleitung

Aus dem Bereich des Besuchsdienstes hat sich eine Gruppe gebildet, die bereit ist, Sterbende zu begleiten. Dies ist ein besonderes Angebot für Sterbende, die keine Angehörigen haben, aber auch für die Angehörigen Sterbender, um sie zeitweise zu entlasten und "Sitzwachen" zu übernehmen. Ehrenamtliche in diesem Bereich werden speziell von der Seelsorgerin geschult und vorbereitet.

Die Ausbildung zu ehrenamtlichen Sterbebegleitern umfasst 60 Stunden Theorie und 25 Stunden Besuchsdienst im Pflegeheim und in der Wohnanlage des Albertinen-Hauses. Vermittelt werden Grundlagenwissen über Sterbephasen nach Kübler-Ross, Sterbehilfe, Sterbebegleitung, Palliativversorgung, Demenz, rechtliche Aspekte, Umgang mit Verstorbenen u.a. Auch ein Besuch in einem Hamburger Hospiz und bei einem Bestatter sind Bestandteile der Ausbildung.

Fünf ausgebildete ehrenamtliche Sterbebegleiter übernehmen Sterbebegleitungen zunächst im Pflegeheim und in der Wohnanlage des Albertinen-Hauses.

Haben Sie Interesse an einer der beschriebenen ehrenamtlichen Aufgabe? Dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.

Betreuung Demenzerkrankter

Im Max Herz-Haus, Bundesmodelleinrichtung für demenzkranke Menschen, bieten sich für ehrenamtliche Helfer verschiedene Einsatzmöglichkeiten in der

  • Tagespflege,
  • Wohngruppe oder Wohngemeinschaft,
  • Betreuungsgruppe der Beratungsstelle,
  • Betreuung von Demenzkranken zu Hause.

In Seminaren der Albertinen-Akademie werden die ehrenamtlichen Helfer auf ihren Dienst vorbereitet und an ihrem jeweiligen Einsatzort von fachlich qualifizierten Mitarbeitern begleitet. Zum gemeinsamen Austausch finden darüber hinaus regelmäßige Zusammenkünfte statt. Anders als bei den zuvor beschriebenen Diensten erhalten alle, die sich mit ihrer Zeit und ihren Fähigkeiten in die Betreuung demenzkranker Menschen ehrenamtlich einbringen, eine Aufwandsentschädigung.

Die Betreuung demenzkranker Menschen ist - auch wenn sie nicht ganz einfach ist - mit einem hohen Maß an Zufriedenheit für die Betreuenden verbunden.

Haben Sie Interesse an einer Betreuungsaufgabe für demenzerkrankte Menschen? Dann nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.