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04.05.2018 | Albertinen-Krankenhaus
In Hamburg die Ersten: Albertinen Herz- und Gefäßzentrum als „Überregionales Herzschwächezentrum“ zertifiziert

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum am Standort Albertinen-Krankenhaus wurde als hamburgweit erstes „Überregionales HFU-Zentrum“ (Heart Failure Unit-Zentrum) zertifiziert. Von den Prüfern wurde der „erfreulich aktuelle Stand der Herzinsuffizienz-Behandlung“ im Albertinen-Krankenhaus herausgestellt und eine uneingeschränkte Empfehlung zur Zertifizierung ausgesprochen. Somit ist mit dem „Überregionalen HFU-Zentrum“ unter der Leitung von Prof. Dr. med. Herbert Nägele und der stellvertretenden Leitung von Dr. med. Daniel Stierle ein weiterer Entwicklungsschritt für eine optimale Versorgung herzinsuffizienter Patienten auf höchstem Niveau erreicht.

Herzinsuffizienz häufigste zur Krankenhausaufnahme führende Gesundheitsstörung

In Deutschland ist „Herzinsuffizienz“ die häufigste zur Krankenhausaufnahme führende Gesundheitsstörung, die überwiegend im höheren und hohen Lebensalter auftritt. Aufgrund der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung, speziell die Altersstruktur betreffend, wird diese Erkrankung in den Industrienationen an Häufigkeit noch weiter zunehmen. 

Die Behandlung herzinsuffizienter Patienten wurde in den letzten Jahren immer komplexer, angefangen bei der medikamentösen Therapie bis hin zu speziellen Behandlungsoptionen mit Herzunterstützungssystemen (wie ICD, CRT oder LVAD (Linksherzunterstützungs­system)).Die größte Herausforderung ist es jedoch, den Patienten mit einer chronischen Herzerkrankung eine optimale Behandlung und Betreuung zukommen zu lassen, die weit über die reine stationäre Behandlung im Krankenhaus hinausgeht. Hierfür ist eine enge Kooperation und Verzahnung von ärztlichen und nichtärztlichen Leistungserbringern im stationären und ambulanten Bereich sowie die Einbeziehung der Angehörigen und sozialen Netzwerke der Patienten notwendig.

Fachgesellschaften fördern integrierte Versorgungsstrukturen

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, haben sich die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und die Deutsche Gesellschaft für Thorax- , Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) die Förderung des Aufbaus qualitätsgesicherter integrierter Versorgungsstrukturen für herzinsuffiziente Patienten zur Aufgabe gemacht. Um die Anforderungen zu erfüllen, muss die interdisziplinäre Versorgung durch Kardiologen, Herzchirurgen und andere für die Versorgung der akuten und fortgeschrittenen Herzinsuffizienz notwendigen Fachdisziplinen auf höchstem Niveau gewährleistet sein. Dieses wurde jetzt dem Albertinen Herz- und Gefäßzentrum attestiert.

Matthias Scheller: Zertifikat unterstreicht Vorreiterrolle des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums

Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes:  „Ich gratuliere dem Team um Professor Rieß, Professor Sydow und Professor Nägele zu der hamburgweit erstmalig erreichten Zertifizierung als ‚Überregionales Herzschwächezentrum‘.  Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum unterstreicht hiermit seine Vorreiterrolle in der überregionalen Versorgung herzinsuffizienter Patienten, weit über die Grenzen von Hamburg hinaus.“