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11.04.2018 | Diakonie-Hospiz Volksdorf
Zehn Jahre würdevolle Begleitung für unheilbar kranke Menschen

Vor zehn Jahren hat das Diakonie-Hospiz Volksdorf als erstes Hamburger Hospiz in christlicher Trägerschaft seine Arbeit aufgenommen. Seitdem wurden hier 1.790 unheilbar kranke Menschen aufgenommen und liebevoll und fürsorglich begleitet. Das besondere Jubiläum wurde heute im Rahmen eines Festaktes begangen, zu dem neben rund 200 weiteren Gästen auch der Bezirksamtsleiter des Bezirks Hamburg-Wandsbek, Herr Thomas Ritzenhoff, ins benachbarte Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus gekommen war. Ebenfalls anwesend waren die Vertreterin und Vertreter der Gesellschafter, Oberbürgermeisterin Frau Elke Christina Roeder für die Stadt Norderstedt, Geschäftsführer Werner Koch für das Kath. Marienkrankenhaus sowie Prof. Dr. Fokko ter Haseborg für die Albertinen-Stiftung. Frau Pröpstin Frau Isa Lübbers vertrat den Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost.

Matthias Scheller: Dank an Mitarbeiter/innen, Initiator und Unterstützer/innen

Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes, das Betreiber des Hospizes ist, bedankte sich in seiner Ansprache bei den hauptamtlichen wie ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen für die geleistete Arbeit: „Sie sind es in Ihrem täglichen Handeln, die den hervorragenden Ruf unseres Hospiz begründen und das Motto ‚In Würde leben bis zuletzt‘ mit Ihrer fachlichen Kompetenz, Ihrem hohen Engagement und Ihrer persönlichen Zuwendung mit Leben füllen“. Namentlich hob Scheller den Geschäftsführer, Pastor Andreas Hausberg, in seinem Dank hervor. Scheller würdigte die besondere Rolle seines Amtsvorgängers Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, der bis heute auch Vorstandsvorsitzender der Albertinen-Stiftung ist: „Die Errichtung des Diakonie-Hospizes Volksdorf war eine Herzensangelegenheit von Professor ter Haseborg, die er in seiner damals doppelten Vorstandsfunktion mit Blick auf die Defizite in der palliativen Versorgung, mit Mut zum ökonomischen Risiko und politischem Geschick vorantrieb. Er war es auch, der sich als überzeugter Christ für die ökumenische Ausrichtung des Hospizes einsetzte.“ Scheller dankte den Mitgesellschaftern, nämlich der Stadt Norderstedt, dem Katholischen Marienkrankenhaus sowie der Albertinen-Stiftung. In seinen Dank schloss er auch das Malteser Hospiz-Zentrum als Kooperationspartner bei der Ausbildung der Ehrenamtlichen, den Kirchenkreis Hamburg-Ost, den Freundes- und Fördererkreis sowie die vielen Einzelpersonen und Institutionen mit ein, die die Arbeit des Hospizes durch ihre Spende unterstützt haben und weiterhin unterstützen.

Ökumenisches Projekt

Das Diakonie-Hospiz Volksdorf wurde am 4. April 2008 nach nur siebenmonatiger Bauzeit feierlich seiner Bestimmung übergeben. Das Gebäude, das von den Architekten Dieter Glienke und Olaf Bielenberg entworfen worden war, besitzt mit seinem Innenhof und dem lichtdurchfluteten Kreuzgang die Grundstruktur eines mittellalterlichen Klosters. Bereits zuvor war durch eine Kooperation mit dem Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard eine Kooperation hinsichtlich der Schulung Ehrenamtlicher im Hospiz geschlossen worden. Gleichzeitig entstand ein Freundes- und Fördererkreis sowie das Palliativ-Netz HH-Ost. Der Kirchenkreis Hamburg-Ost fördert die Arbeit des Hospizes mit einer 25%-Seelsorgestelle. Das Diakonie-Hospiz Volksdorf ist von Anfang ein ökumenisches Projekt gewesen, das durch viele Institutionen und Einzelpersonen fest in den Walddörfern verankert ist.

Pastor Andreas Hausberg: 3.2 Mio. EUR Spenden für das Hospiz

Pastor Andreas Hausberg, Geschäftsführer des Diakonie-Hospizes Volksdorf seit 2008, richtete sehr persönliche Dankesworte an die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und würdigte deren vorbildliches Engagement. „Die Anerkennung dieser Arbeit zeigt sich nicht zuletzt in dem hohen Spendenaufkommen von knapp 3.2 Mio. EUR in den vergangenen zehn Jahren. Hierfür bin ich allen Spenderinnen und Spendern zutiefst dankbar!“ Ebenso profitiert das Hospiz auch von den zahlreichen Partnern wie Ärzten, Kliniken oder Krankenkassen in einem Netzwerk, zu dem auch das Diakonische Werk gehört.

Offen für alle Menschen

Das Diakonie-Hospiz Volksdorf steht allen Menschen offen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Kultur oder Religion und bietet einen geschützten Raum, in dem sterbende Menschen in Würde Abschied nehmen können. Das Hospiz-Team gewährleistet durch entsprechende Ausbildung eine fachlich qualifizierte Pflege und Betreuung, psychosoziale und seelsorgerliche Begleitung und eine angemessene schmerz- und symptomlindernde Behandlung durch enge Kooperation mit den zuständigen Hausärzten bzw. schmerztherapeutisch ausgebildeten Palliativmedizinern. Hinzu kommen 25 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen. Das Diakonie-Hospiz Volksdorf verfügt über 16 Einzelzimmer und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus auf dem Gesundheitscampus Volksdorf.