Inhalt

Aktuelles

06.06.2017 | Albertinen-Krankenhaus
Innovatives Kühlkappensystem kann Haarausfall bei Chemotherapie verhindern

Der Verlust der Haare gehört zu den emotional belastendsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Geeignete Krebspatienten, die im Albertinen-Krankenhaus während der stationären Behandlung mit einer Chemotherapie behandelt werden, können zukünftig von einem innovativen Kühlkappensystem profitieren, das den mit dieser Therapieform einhergehenden Haarverlust oftmals verhindert. Die Anschaffung des rund 50.000 EUR teuren Gerätes wurde durch die großzügige Spende eines Privatmannes an die Albertinen-Stiftung ermöglicht. Damit ist das Albertinen-Krankenhaus die zweite Klinik in Hamburg überhaupt, die den dafür in Frage kommenden Patienten ein solches Angebot machen kann.

Bei der Behandlung werden die Haarwurzeln mit Hilfe einer Kopfkappe über mehrere Stunden auf ca. 5 Grad heruntergekühlt; dieses erfolgt parallel zu den Chemotherapie-Sitzungen. Durch die Kühlung verengen sich die Blutgefäße in der Nähe der Haarwurzeln, so dass diese von den starken Chemotherapeutika verschont bleiben. Die Nebenwirkungen der Anwendung sind gering. Die Behandlung kommt allerdings nicht für alle Chemotherapien in Betracht, auch ist der Erfolg davon abhängig, wie dicht das Haar bei Behandlungsbeginn ist. Studien belegen jedoch, dass der Einsatz des Kühlkappensystems in nicht wenigen Fällen den Haarausfall verhindern oder wenigstens abschwächen kann.