Inhalt

Aktuelles

06.02.2017 | Albertinen-Stiftung
Herzlichen Glückwunsch! Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß mit Bundesverdienstkreuz für seinen Einsatz im Projekt „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung ausgezeichnet

Der Hamburger Herzchirurg Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß ist heute (6. Februar 2017) im Hamburger Rathaus mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im Projekt „Herzbrücke“ ausgezeichnet worden. Die „ Herzbrücke“, ein Gemeinschaftsprojekt der Albertinen-Stiftung und des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums, hilft herzkranken Kindern aus Afghanistan mit lebensrettenden Operationen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks überreichte dem Chairman des Albertinen Herz- und Gefäßzentrums und Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie am Albertinen-Krankenhaus die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde.

„Seit über zehn Jahren engagiert sich Professor Rieß ehrenamtlich und mit großem Einsatz für herzkranke Kinder aus Afghanistan, deren Familien sich lebensrettende Operationen nicht leisten können. Sein Engagement als medizinischer Leiter der ‚Herzbrücke‘ und Motor des Projektes mit zahlreichen Helferinnen und Helfern ist vorbildlich und verdient große Anerkennung“, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks in ihrer Laudatio.

Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender der Albertinen-Stiftung: „Die ‚Herzbrücke‘ steht für das Ziel der Albertinen-Stiftung, Menschen zu helfen, die einer medizinischen Behandlung bedürfen, dafür aber keine eigenen Mittel haben. Professor Rieß hat maßgeblichen Anteil daran, dass mit der ‚Herzbrücke‘ nicht allein afghanische Kinder gerettet werden, sondern darüber hinaus auch ein aktiver Beitrag zur Verständigung über die Grenzen unterschiedlicher Religionen und Kulturen hinweg erfolgt. Ich gratuliere Herrn Professor Rieß sehr herzlich zu der Auszeichnung und danke neben ihm auch allen weiteren, die zu dem Erfolg der ‚Herzbrücke‘ durch ihre Arbeit beitragen.“

Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender des Albertinen-Diakoniewerkes und Vorstandsmitglied in der Albertinen-Stiftung: „Projekte wie die ‚Herzbrücke‘ leben von den vielen Menschen, die sich dafür engagieren. Dieses gilt im besonderen Maße für Professor Rieß, der mit seiner hohen medizinischen Kompetenz, aber auch der Fähigkeit, andere Menschen für das Projekt zu begeistern, ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der ‚Herzbrücke‘ ist – bis dahin, dass er immer wieder auch selbst Herzbrücke-Kinder in seiner Familie aufnimmt. Ich gratuliere Herrn Professor Rieß sehr herzlich zu der Auszeichnung“.

Prof. Dr. Friedrich-Christian Rieß: „Die ‚Herzbrücke‘ ist keine Einzelleistung, sondern das Werk vieler engagierter Menschen. Stellvertretend für sie alle nehme ich heute diese ehrenvolle Auszeichnung entgegen. Ich bedanke mich beim Vorstand und der Geschäftsführung der Stiftung für das große Vertrauen in unsere Arbeit sowie bei meinem Team für die hervorragende Arbeit. In meinem Dank namentlich hervorheben möchte ich Dr. Samé Khorrami und Alberto da Silva Correia. Ich danke den kooperierenden Ärzten und Zahnärzten, den weiteren Partnern in Kliniken und Apotheken sowie Frau Ulrike Deppe vom Diakonieverein Vormundschaften und Betreuungen e.V.. Den Gasteltern möchte ich für ihre phantastische Arbeit ebenso danken wie den vielen Spendern und Unterstützern, die unsere Arbeit erst ermöglichen. Mein ganz besonderer und liebevoller Dank gilt meiner Frau, die mir eine ganz wichtige Stütze ist und innerhalb des Projektes mit der Koordination des Gasteltern-Netzwerkes auch eine ganz zentrale Rolle einnimmt. Ebenso danke ich unseren Kindern, die das Projekt immer mitgetragen haben“.

Das Projekt „Herzbrücke“ wurde 2005 von Ärzten um Prof. Dr. Rieß sowie dem Vorstand der Albertinen-Stiftung ins Leben gerufen und hat die Behandlung herzkranker afghanischer Kinder und Jugendlicher zum Ziel. Die Operationen finden überwiegend im Albertinen Herz- und Gefäßzentrum statt. Seit 2010 besteht überdies eine Kooperation mit dem Universitären Herzzentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Prof. Rieß nimmt nicht nur einen Großteil der Operationen selbst vor, sondern hat die „Herzbrücke“ zu einem großen Netzwerk ausgebaut, in dem sich inzwischen über 100 Helferinnen und Helfern ehrenamtlich engagieren. Während ihres Aufenthaltes in Hamburg wohnen die jungen Patientinnen und Patienten bei deutschen und afghanischen Gasteltern. Seit Gründung der „Herzbrücke“ erhielten rund 150 Kinder und Jugendliche die Chance für ein zweites Leben. Neben der medizinischen Nothilfe für herzkranke Kinder engagiert sich die „Herzbrücke“ auch für die Verbesserung der medizinischen Versorgung vor Ort und bietet unter anderem Fortbildungen für afghanische Mediziner an. Das Projekt finanziert sich aus privaten Spenden und Fördermitteln und wird u.a. von dem Verein „kinderherzen e.V.“ unterstützt.

Spendenkonto der Albertinen-Stiftung:

IBAN: DE27 2512 0510 55880 55880,
BIC: BFS WDE 33 HAN

www.albertinen-stiftung.de
www.herzbruecke.de