Die Albertinen Akademie wurde am 1. Oktober 1994 als geriatrisches Bildungszentrum mit dem Schwerpunkt Bobath-Therapie gegründet, in diesem Jahr feierte sie am 25. September im Saal des Albertinen Hauses ihr 25-jähriges Bestehen. Pastor Dr. Stefan Stiegler, Geschäftsführer im Albertinen Diakoniewerk, stimmte die Gäste, darunter Prof. Dr. Hans Peter Meier-Baumgartner, ehemaliger Direktor des Albertinen Hauses, nicht nur mit Worten, sondern auch musikalisch auf die Veranstaltung ein. Akademie-Leiterin Marion Rehm und ihr langjähriger Vorgänger, Wolfgang Schwibbe, führten zunächst durch 25 Jahre Akademie-Geschichte – bevor Wirtschaftsjournalist und Zukunftsforscher Erik Händeler der Frage, warum der Wohlstand jetzt von den Menschen hinter der Technik abhängt, auf den Grund ging.

Im Podiumsgespräch, das von Pastor Dr. Stiegler moderiert wurde, diskutierten Carsten Mai, Geschäftsführer Diakonische Fort- und Weiterbildungsakademie (DFA), Dr. Michael Musolf, Geriatrie-Chefarzt und Ärztlicher Direktor Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus, Andreas Schneider, Geschäftsführer Residenz am Wiesenkamp, und Marion Rehm mit dem Referenten über die Zukunft der Fort- und Weiterbildung im Allgemeinen und die der Akademie im ganz Besonderen, die von den Podiumsteilnehmern mit vielen guten Wünschen verbunden wurde. – Die Fort- und Weiterbildungsangebote der Albertinen Akademie sind heute umfangreicher und vielfältiger, doch bis heute werden geriatrische und gerontologische Fachkräfte aus allen Berufsgruppen für ihre anspruchsvollen Aufgaben qualifiziert, ist die Albertinen Akademie der bundesweit führende Anbieter auf diesem Gebiet.

Bobath-Kurse und Bundesmodellprojekt

Die Albertinen Akademie ist aus dem Anspruch des Albertinen Hauses erwachsen, die hohe Qualität der geriatrischen Arbeit durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung beständig zu gewährleisten. Seit 1984 führte das Albertinen Haus Bobath-Kurse durch – als erstes vom Ehepaar Karel und Bertha Bobath persönlich akkreditiertes Bobath-Schulungszentrum in Deutschland. Das Bobath-Konzept ist ein weltweit anerkanntes Therapiekonzept in der Behandlung und Rehabilitation von Menschen mit Verletzungen des zentralen Nervensystems. Es ist die therapeutische Grundlage der Arbeit in der Medizinisch-Geriatrischen Klinik des Albertinen Hauses. 1994 konnten die mit Mitteln des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg gebauten, eigenen Bobath-Schulungsräume eingeweiht werden. 1997 kam das separate Akademiegebäude hinzu: Als Modellprojekt soll die Albertinen Akademie nach dem Willen ihrer Förderer der Weiter- und Fortbildung von Fachkräften der Geriatrie und Gerontologie im ganzen norddeutschen Raum dienen. Erster Akademie-Leiter wurde Pastor Harold Eisenblätter, der 1991 die neu gegründete Abteilung „Fortbildung/PR“ im Albertinen Diakoniewerk übernommen hatte. 2016 hat sich sein Nachfolger, Wolfgang Schwibbe, nach sechzehn Jahren in den Ruhestand verabschiedet und die Akademie-Leitung an Marion Rehm übergeben. Die gebürtige Berlinerin ist gelernte Krankenschwester und Diplom-Gesundheitswissenschaftlerin. In der Albertinen Akademie ist sie seit 2008 tätig, ab 2010 als stellvertretende Leitung.

In diesem Jahr haben Marion Rehm und Wolfgang Schwibbe gemeinsam das Buch "Praxiswissen Geriatrie – Ältere Menschen multiprofessionell begleiten" herausgegeben. Das enzyklopädische Werk mit einem Vorwort von Prof. Dr. Hans Peter Meier-Baumgartner enthält unter anderem zahlreiche Beiträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Albertinen Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, dem Albertinen Krankenhaus und dem Evangelischen Amalie Sieveking Krankenhaus. Es ist im Kohlhammer Verlag erschienen.

Interdisziplinäre Fort- und Weiterbildungen für die Praxis

Heute verfügt die Albertinen Akademie über das vielfältigste Bobath-Angebot im Erwachsenen-Bereich bundesweit. Sie ist zudem führender Anbieter der Zercur Geriatrie®Fachweiterbildungen, die vom Bundesverband Geriatrie (BVG) entwickelt und zertifiziert wurden. Die weiteren Angebote der Albertinen Akademie sind so vielseitig wie die Berufsbilder und Tätigkeitsfelder in Therapie, Pflege und Medizin. Sie werden beständig dem neuesten Wissen angepasst. Auch Kurse zu kommunikativen und persönlichen Kompetenzen sowie zur Qualitätssicherung gehören zum Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen von nah und fern.

Veranstaltungsmanagement

Die Planung, Organisation und Durchführung von Fachkongressen, Tagungen, Symposien und anderen Veranstaltungen stellt einen weiteren Schwerpunkt der Albertinen Akademie dar. Für Referentinnen und Referenten sowie für Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen Gästezimmer zur Verfügung.

Seit 2016 ist die Albertinen Akademie "reif für die Insel": Zusammen mit den fünf gemeinnützigen Instituten für Psychoanalyse und psychodynamische Psychotherapie in Hamburg veranstaltet die Albertinen Akademie auf der Nordseeinsel Langeoog – mit markantem Leuchtturm! – die Psychodynamischen Tage, kurz: pdt. Sie finden jedes Jahr in der Woche nach Pfingsten statt. Die über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben fünf Tage des intensiven Austausches und kreativen Lernens in der Abgeschiedenheit der Insel, die zugleich zum Meer hin geöffnet ist.

Gut vernetzt

Die Albertinen Akademie kooperiert mit anderen renommierten Bildungseinrichtungen und Institutionen in ganz Deutschland. Eingebunden in dieses Netzwerk können die Stärken der jeweiligen Partner gebündelt werden.