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Lexikon der Medizin

Wirbelkörper(metastasen)tumor

Eine Metastase bezeichnet die Streuung eines Tumors in entferntes Gewebe. Dabei lösen sich bösartige Tumorzellen von dem primären Tumor und gelangen über Blut- oder Lymphgefäße in weitere Körpergewebe. Die Fähigkeit Metastasen zu bilden verschlechtert die Prognose eines Tumors.

Die Wirbelsäule kann von gut- und bösartigen Neubildungen befallen werden. Die Zerstörung eines Wirbelkörpers und damit der Stabilisierung des Rückenmarks kann die Gefahr einer Querschnittslähmung beinhalten. Daher sind bei Wirbelsäulentumoren operative Eingriffe häufig notwendig. Diese reichen von Biopsien des Tumors zur genauen Bestimmung der Herkunft über wirbelkörperstabilisierende Operationen bis hin zu dem Wirbelkörperersatz bei Wirbelkörpermetastasen. Bei bösartigen Tumoren (Primärtumor oder Metastase) ist für eine optimale Therapieplanung die interdisziplinäre Behandlung von großer Bedeutung.