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Pressemitteilung

11.02.2011 | Projekt „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung
Hoch fliegende Herzen und tiefe Dankbarkeit - Albertinen-Stiftung verabschiedet 13 afghanische Kinder gesund in ihre Heimat

Es war ein Abschied, bei dem so manche Träne floss: Dreizehn der insgesamt 16 herzkranken Kinder und Jugendlichen, die am 22. November 2010 von der Albertinen-Stiftung im Rahmen des Projektes „Herzbrücke“ nach Hamburg gebracht worden waren, konnten heute nach 12 Wochen intensiver Behandlung und Betreuung wieder gesund zu ihren Eltern in die Heimat zurückkehren. Sie werden von Mitarbeiter/innen des Albertinen-Krankenhauses und ehrenamtlichen Helfer/innen der Albertinen-Stiftung zunächst nach Frankfurt und dann im Flugzeug nach Kabul begleitet. Zum Abschied stiegen rote Luftballons in Herzform zum Himmel auf – an jedem hingen Postkarten mit einem geschriebenen oder gemalten „Dankeschön“ der Kinder sowie deren Wünschen für die Zukunft.

PD Dr. Rieß: Dank an kooperierende Ärzte im UKE

Die Kinder dieser Herzbrücke-Aktion wurden im Albertinen-Krankenhaus und erstmals auch im UniversitärenHerzzentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt. Priv.-Doz. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Medizinischer Leiter der Herzbrücke und Chairman des Albertinen-Herzzentrums: „Dadurch konnten wir auch Kinder durch interventionelle Techniken sowie kleinere Kinder mit schweren Begleiterkrankungen behandeln. Ich freue mich sehr, dass die Kollegen aus Eppendorf die Herzbrücke unterstützt haben und das auch in Zukunft tun“. Stellvertretend für das gesamte UKE-Team dankte Rieß dem Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderkardiologie, Prof. Dr. Jochen Weil sowie dem Leiter der Sektion für Kinderherzchirurgie, Priv.-Doz. Ali Dodge Khatami im Universitären Herzzentrum am UKE. Drei Kinder bleiben noch für kurze Zeit in Hamburg, damit die medizinische Behandlung abgeschlossen werden kann.

Abdurrahman kann endlich Fußball spielen

Abdurrahman ist eins der Kinder, denen im Rahmen der aktuellen Hilfsaktion geholfen werden konnte. Der elfjährige Junge litt unter einem besonders schweren Herzfehler, dem sog. Double-Outlet-Syndrom vom Fallottyp mit einem großen Loch in der Kammerscheidewand, hochgradiger Einengung der rechten Ausflussbahn und kleinangelegter Lungenarterien. Die Folge davon war eine völlig unzureichende Versorgung des Körpers mit sauerstoffreichem Blut. Er hatte bei seiner Ankunft in Hamburg bereits tief-blaue Lippen und Finger und stand kurz vor einem Herzversagen. Er war überhaupt nicht belastbar und fiel häufig in Ohnmacht. Sein größter Wunsch: Fußballspielen und Fahrradfahren wie die anderen Kinder. Priv. Doz. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt der Klinik für Herzchirurgie im Albertinen-Krankenhaus und medizinischer Leiter der Herzbrücke, hat den Jungen in einer knapp 3 1/2 stündigen Operation am 14. Dezember erfolgreich operiert. Abdurrahman wird zukünftig wie seine gesunden Altersgenossen ohne Einschränkungen am Leben teilhaben können. Er wird Fußballspielen und Fahrradfahren können – was er sich vor der OP nicht hatte vorstellen können. Eine Nachsorge ist über den Aufenthalt in Deutschland hinweg nicht notwendig. Ohne Operation hingegen hätte der Junge keine auch nur mittelfristige Überlebenschance gehabt.

Ehrenamtliches Netzwerk

Alle Herzbrücke-Kinder lebten bei deutschen und afghanischen Gastfamilien, die sich als ehrenamtliche Helfer/innen für dieses Projekt der Albertinen-Stiftung engagieren. So hat Familie Mucke aus Langenhorn Abdurrahman aufgenommen. Insgesamt über 100 deutsche und afghanische Helferinnen und Helfern engagieren sich mittlerweile für die „Herzbrücke“ der Albertinen-Stiftung – als Gasteltern, aber auch als Übersetzer, Betreuer, etc. Erst dieses starke und aktive Netzwerk ermöglicht das Gelingen der „Herzbrücke“. Die Vormundschaft für die Kinder hat der Hamburger Diakonieverein Vormundschaften und Betreuungen übernommen. An der präoperativen Diagnostik und an der Behandlung nicht-kardiologischer Erkrankungen beteiligten sich auch viele niedergelassene Ärzte. Prof. Dr. Fokko ter Haseborg, Vorstandsvorsitzender der Albertinen-Stiftung: „Diese große Hilfsbereitschaft begeistert mich jedes Mal wieder. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement“.

Spenden ermöglichen Behandlung

Zur Finanzierung der Behandlungskosten dieser Aktion, die sich je nach Art und Schwere der Erkrankung, zwischen 5.000 und 25.000 EUR pro Kind bewegen, bittet die Albertinen-Stiftung noch um Spenden. Das Spendenkonto lautet: Albertinen-Stiftung Herzbrücke, Konto-Nr. 1144, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 251 20 510 Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel 040 55 88-2348.


Nebeninhalte - Teil 2

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