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In der vergangenen Woche hat die Albertinen-Stiftung erneut 16 herzkranke afghanische Kinder und Jugendliche nach Hamburg gebracht, damit sie hier einen lebensrettenden Eingriff am Herzen erhalten können. Die kleinen Patienten werden im Rahmen des Projektes Herzbrücke behandelt, das es sich u.a. zur Aufgabe gemacht hat, Kindern aus Krisen- und Kriegsgebieten eine lebensrettende Operation zu ermöglichen. Voraussichtlich je die Hälfte der Kinder werden im Albertinen-Krankenhaus sowie im Universitären Herzzentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) behandelt. Die Kosten der gesamten Aktion übernimmt die Albertinen-Stiftung.
Die Kinder stammen aus ärmsten Verhältnissen, so dass die Finanzierung einer Herz-Operation ohne fremde Hilfe völlig unmöglich wäre. Am späten Abend vor dem Abflug fehlten immer noch viele Kinder, die aus den besonders entlegenen Provinzen wie etwa Nangarhar oder Herat anreisten. Der Zustand eines dreijährigen Kindes, das ursprünglich auf der Hilfsliste stand, hatte sich soweit verschlechtert, dass der Transport nach Deutschland nicht mehr möglich war. „Es hat uns alle tief betroffen gemacht, dass wir diesem Kind nicht mehr helfen konnten“, so Alberto Correia, organisatorisch-pflegerischer Leiter der Intensivstationen im Albertinen-Krankenhaus. Er war die letzten Tage in Kabul vor Ort und hat den Transport der Kinder zusammen mit dem Mediziner Dr. Same Khorrami und weiteren Helfern begleitet.
Die Kinder waren bereits vor über einem Jahr von Priv. Doz. Dr. Friedrich-Christian Rieß, Chefarzt der Herzchirurgie im Albertinen-Herzzentrum und medizinischer Leiter der Herzbrücke, bei einem Besuch in Kabul als besonders dringliche Fälle ausgewählt worden. Rieß: „Wir wissen, dass wir nicht allen Kindern helfen können. Darum fällt die Auswahl jedes Mal besonders schwer. Denn allen - auch den Eltern in Afghanistan - ist klar, dass die Behandlung in Hamburg für die Kinder die einzige Chance ist.“
Die Kinder wurden bereits letzte Woche mit dem Hamburger Busunternehmen Hörmann vom Ankunftsflughafen Frankfurt nach Hamburg gefahren und im Albertinen-Krankenhaus ihren deutschen und afghanischen Gasteltern übergeben. Ehemalige und zukünftige Gastmütter unter der Leitung von Frau Müller-Westermann betreuten die erschöpften Kinder bereits auf der Fahrt von Frankfurt nach Hamburg. Die letzten Tage erholten sich die jungen Patienten von den Strapazen der Reise und knüpften die ersten Kontakte zu ihren Gasteltern. Voraussichtlich je die Hälfte der Kinder werden in den nächsten Wochen im Albertinen-Krankenhaus operiert sowie entweder interventionell oder operativ im Universitären Herzzentrum am UKE behandelt. An der
präoperativen Diagnostik engagieren sich für die Albertinen-Stiftung in bewährter Weise niedergelassene Ärzte sowie Mediziner aus anderen Kliniken ehrenamtlich. Die Vormundschaften für die Kinder und Jugendlichen übernimmt wie bereits bei der letzten Hilfsaktion der Hamburger Diakonieverein Vormundschaften und Betreuungen. Ziel ist es, die Kinder innerhalb von drei Monaten wieder in ihre Heimat zu ihren Eltern zurückzubringen.
Die Kosten für die Behandlung der Kinder bewegen sich je nach Schwere des Herzfehlers zwischen 5.000 und 25.000 EUR pro Kind, die ausschließlich aus Spenden finanziert werden:
Zur Finanzierung der Behandlungskosten bittet die Albertinen-Stiftung um Spenden für die Herzbrücke (Spendenkonto: Albertinen-Stiftung Herzbrücke, Kto-Nr. 1144, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 251 20 510).
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